Mittwoch, 3. Juni 2015

Kleine Brüste sollten auf dem Rücken liegen - Ich rette Deutschland!

Wir haben schon wieder gewonnen!
Nicht nur das spaßige Bullshit-Bingo zum nervenzerfetzenden KiTa-Streik war ein wahres Feuerwerk der Guten-Laune, jetzt haben wir alle sogar einen waschechten 
✰1. PLATZ ✰
errungen!
Studiostoks/Shutterstock.com

TRÖÖÖÖÖT!

Wir haben Japan geschlagen.
Wir haben Monaco besiegt.
Italien war knapp, aber hey:
Wir sind Spitzenreiter. 

Herzlichen Glückwunsch an uns alle:


Wahnsinn! Ich bin mindestens so stolz auf mein Land, wie einst 1999 als ich aus dem London-Urlaub zurückkam und "Maschendrahtzaun" auf Platz Eins der Radio Charts in Endlosschleife lief. Allemagne Zero Points. Klasse!

Ich fasse die gar nicht so neue Nachricht der letzten Woche kurz zusammen, damit wir gemeinsam lachen und feiern können:
In 15 Jahren arbeiten nur noch knapp 50% der deutschen Bevölkerung. Der Rest rentet.
Ein drollig-kleiner Teil ist unter 20 Jahre alt, unbedeutend für die Sozialkassen und stirbt sich bis 2060 dann wohl eh' von selbst aus.


Während alle noch scheinheilig herumrätseln, was die Politik da wohl versaubeutelt haben könnte, obwohl seit zwei Jahrzehnten schon tausende Familien und Alleinerziehende laut nach Entlastung und Unterstützung schreien, habe ICH für Euch die aktuelle Mai-Ausgabe der ebenso famosen wie sinnlosen Zeitschrift "SHAPE" gelesen.
Ich kann Euch nach meiner Lektüre des Artikels "Heißer aussehen beim Sex!" der Autorin Christy Forer unter der Rubrik "Psychologie" (Seite 109 - 111) nun nicht nur die Erklärung für den Geburtenrückgang, sondern auch noch die Lösung für einen neuen, deutschen Baby-Boom präsentieren.

Noch nie war ich dem Nobelpreis so nah wie jetzt. Die Erklärung ist so offensichtlich wie erschütternd:

Der Geburtenrückgang liegt an fehlerhaftem Sexualverkehr.

BÄM.

Mein halbes Leben schon beischlafe ich bereits inkorrekt.
Es ist ein Wunder, dass wir zwei Kinder haben und ich möchte mich in aller Form bei meinem Mann und allen Verflossenen entschuldigen, die so duldsam das ertragen haben, was Christy Forer in der SHAPE mir erst jetzt erklärt hat. 
Wenn geschlechtsreife Frauen die geschilderten, fatalen Vögelfehler von nun an vermeiden, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis die vollkommen traumatisierten Männchen wieder scheu aus ihren Höhlen kommen und sich fortpflanzen wollen. Es ist ein langer Weg, aber schon Bob der Baumeister sagte: "Können wir das schaffen? Ja! Wir schaffen das!"

Was also haben wir bisher falsch gemacht? 
Christy erklärt unsere Fehler anhand des realistischen Beispiels einer "versehentlich am Kopf des Mannes angebrachten GoPro Kamera" die während des Beischlafs, ebenso versehentlich, "nicht ausgeschaltet" wurde. 
Die nachfolgende Video-Analyse des Tête-à-Tête mit dem merkwürdigen Videokopfmann zeigte wohl unter anderem, dass sich Christy dabei ein Kissen unter ihren Kopf gelegt hatte.
"Das sollte eine Frau niemals tun. Kissen sind unsere Feinde und haben beim Sex nichts zu suchen" schreit uns die Jeanne d'Arc des Generationenvertrages an, denn dadurch entsteht bei Frauen was? Na?

"Ein Doppelkinn."

Oh. Mein. Gott.
LeserInnen sind schockiert. Leser erschaudern ob dieser ihnen allzu bekannten Perversion der Natur, die sie schon viel zu lange ertragen haben. Schon unzählige Male haben sie angewidert das Liebesnest verlassen müssen, weil sie den Koitus einfach nicht zu Ende bringen konnten.
Wie sollen da Kinder gezeugt werden? Euch dämmert die Brisanz dieser Erkenntnis, nicht wahr?

"Man braucht ein Kissen allenfalls für den Busen und nur dann, wenn Sie zu den Frauen gehören, deren Busen gern etwas höher hängen könnte" führt Christy konsequent ihren Feldzug für die erfolgreiche Paarung des Homo Sapiens fort.
Hier hatte sie dann spätestens meine vollste Aufmerksamkeit.
Ich habe zwar eher das Keinbrust- statt dem Hängebrust-Problem, aber vielleicht hat Christy ja auch für Körperbehinderte wie mich einen wertvollen Tipp für das dritte Kind parat.
Hat sie, die gute Frau.
"Hängebusen vermeidet man", indem man sich das verdammte Kissen in den ...genau: "Rücken schiebt". Frauen mit großer Nicht-Hänge-Brust ist offenbar nicht mehr zu helfen, aber "für optisch mehr Busen" befiehlt Christy:
"Einfach gerade auf dem Rücken liegen bleiben. Das lässt den Busen breiter erscheinen."

LeserInnen sind erstaunt. Leser sind erneut fundamental erleichtert. Endlich hört diese Zappelei auf! Endlich sagt mal jemand den Frauen, dass Bewegung beim Geschlechtsverkehr SCHLECHT ist. Endlich bleiben die mal "gerade auf dem Rücken liegen" damit man ihnen aus den Tiefen der fortpflanzungswilligen Seele ein "Deine Brust ist so schön breit, Schatz" ins Ohr raunen kann. Ich kann die erlösenden Seufzer männlicher Kehlen geradezu hören.

Zum Ende dieses Wahnsinnsartikels erfahre ich noch, dass ich Dussel all die Jahre vergessen hatte, die Schwerkraft auszuschalten.
"Die Erdanziehungskraft ist nicht unser Freund" mahnt die Autorin der SHAPE in aller notwendigen Deutlichkeit. Um zu vermeiden, dass man die "Plauze des Jahres" wird (ja, ich zitiere durchgehend den Originalwortlaut, falls hier schon jemand laut in die Tastatur kotzt), sollten Frauen bedenken, dass im "Liegen gilt, was im Stehen schon funktioniert".
Ich dachte spontan an bettnässende, dreijährige Jungs, aber die waren nicht gemeint, sondern:
"Eine gerade Haltung verändert das Aussehen des Bauches. (...) Das ist vorteilhaft für einen flachen Bauch".

Christy schließt mit einem knackigen "Lassen Sie es krachen!"

Ich starre grenzdebil auf das, was ich gerade gelesen habe.
Kerzengerade durchgestreckt, bewegungslos auf dem Rücken liegend und das Kinn konzentriert nach oben gereckt - ja, das wird das Sexualleben in den Schlafzimmern der Republik reformieren, befruchten und befeuern. "Die Babyboomer 2015" werden sie uns in den Geschichtsbüchern nennen.

Millionen junge Männer mit dringendem Kinderwunsch sind froh, dass die Mädels endlich mal vernünftige Grundlagen für die Erhaltung des Stammes schaffen.
Millionen Männer, die sehr doll verliebt sind in die Frau, die da bei ihnen liegt, sind froh, dass sie endlich ! mal darüber nachdenkt, wie ihr Hals beim Sex aussieht.
Millionen Männer, die überhaupt ganz und gar nicht verliebt sind in die Frau, die da bei ihnen liegt...ja...denen ist bisher nicht nur das Doppelkinn schnuppe gewesen.

Danke SHAPE, für einen Artikel, den kein Mann auf der Welt jemals geschrieben hätte.
Danke SHAPE, dass Du junge Frauen darauf aufmerksam machst, wieviele körperliche Selbstverständlichkeiten doch als Schwachpunkte an ihren Körpern lauern.
Danke SHAPE, dass Du fünf Jahrzehnte der gemeinnützigen "Sex-macht-Spaß"-Bewegung mit einem Artikel in die Tonne kloppst.
Danke SHAPE, dass ich Sendungen wie Germany's Next Topmodel nun nochmal mit anderen Augen sehe, denn das sind die Mädchen, die diesen Schund lesen und vermutlich als nächstes versuchen werden, die Schwerkraft abzuschalten. Damit sie endlich jemand liebt. Oder der bescheuerte Bachelor sie anpatscht.
Danke für nichts. Ihr solltet Euch schämen.

Da dies auch ein ernsthafter Blog ist, möchte ich noch auf die wahren Gründe des längsten Streiks in der deutschen Geschichte eingehen.

Die deutschen Frauen streiken trillerpfeifenfrei seit zwei Jahrzehnten und verweigern die Geburt von einem oder mehreren Kindern.
Erst jetzt, wenn es die Medienlandschaft "Arbeitskräftemangel ab dem Jahre 2030" nennt oder "Standortproblem", heben das Arbeitsministerium oder das Wirtschaftsministerium mal die Augenbraue. Mal sehen, wie lange es dauert, bis auch die Wähler verstanden haben, dass es ihr Problem ist, wenn sie vermeintlich "rentenfreundlich" aber "familienfeindlich" wählen.
Das Jahr 2030 ist zu nah dran, um das gewohnte Nach-meiner-Rente-die-Sintflut-Credo zu leben.


Jahrelange Schlagzeilen wie  "Immense Doppelbelastung" - "Vereinbarkeit von Beruf und Familie unmöglich" - "Gläserne Decke" - "Lohngefälle in Frauenberufen" - "KiTa-Streik legt Mütter lahm" - "Hebammen sterben aus" - "Gender Diversity ist Unternehmen unbekannt" - "KiTa-Gebühren werden nicht erstattet" - "Altersarmut unter Müttern" - "Alleinerziehende Hartz4-Bezieherinnen" haben alle zusammen nicht halb soviel Durchschlagskraft wie der von Boston Consulting formulierte Satz, den auch der letzte Wähler mit dem Jahrgang 1950 und jünger begreift:

"Unser Wohlstand ist bedroht". 

Ups. Das möchten wir ja jetzt nicht so gerne hören.

"Wohlstand bedrohen" mögen wir schon an den Griechen und an den Flüchtlingen überhaupt nicht und jetzt fangen unsere kinderlosen Töchter auch noch damit an. 
Wohlstand rockt!
Wohlstand soll bleiben!

Dummerweise wollen wir aber Ausbildungsberufe in Vollzeit nicht so bezahlen, dass jemand von diesem Lohn tatsächlich auch die Rechnungen einer dreiköpfigen Familie in einer Dreizimmerwohnung bezahlen kann. Wir neiden den Erzieherinnen 10 % mehr Lohn, weil wir selbst oder andere ja "auch nicht mehr verdienen". Die sollen gefälligst genauso in der Tinte sitzen bleiben wie wir.
Rund € 240,00 mehr im Monat in einem Ausbildungsberuf in Vollzeit ist uns unsere eigene Rente offenbar nicht wert. Nun, allein unser KiTa Platz kostet das Doppelte im Monat. Die KiTa soll aber eine mit der kostenlosen Grundschule vergleichbare Bildungseinrichtung sein, deren Besuch dem Aufenthalt bei den Eltern zu Hause grundsätzlich vorzuziehen ist.

Ja, das ist etwas blöd jetzt, wenn man 25 Jahre alt ist, Altenpflegerin (Erzieherin, Arzthelferin, Sozialpädagogin, Rechtsanwaltsfachangestellte, Bankkauffrau, Kosmetikerin, Busfahrerin...) von Beruf, 2600 € brutto in Vollzeit verdient und die Miete in Hannover 650 € kalt im Monat kostet. In Teilzeit reicht das dann für dreimal Volltanken und ein Salamibrot für den Vater, aber nicht für ein KiTa-Kind und eine Dreizimmerwohnung.

Das finanzielle Problem der unwirtschaftlichen Berufstätigkeit und der Kinderaufzucht löst eine 26-jährige Krankenschwester (Juristin, Zahnärztin, Konditorin, Kommunikationswissenschaftlerin, Gesundheitsökonomin...) erstaunlich effizient, indem sie keine Kinder bekommt. Oder bestenfalls eins.

Da durch beständige, politische Ignoranz die Hebammenversorgung flächendeckend zusammenbricht, ist es ohnehin besser, wenn man erst gar keine Hebamme braucht. Die Geburt ist mittlerweile als absolute Notfallsituation im Leben einer Frau tief in den Köpfen der Mädels verankert. Folglich sollte sie unbedingt in einer Klinik und möglichst geplant erledigt werden. Gut, so ein klinischer Dammschnitt zweiten Grades spornt jetzt nicht gerade zum Gebären an, aber was soll's: 
Geburtshäuser gibt es kaum noch. Schließlich sind sie kein "wertvolles Kulturgut", wie die beispielsweise mit jährlich 7 Millionen subventionierten Wagner-Festspiele in Bayreuth. Sie retten auch keine Banken. Das machen diejenigen, die sie zunächst mitsamt der Wirtschaft ruiniert und dann dem Staat 100 Millionen für ihre Beratungsleistungen in Rechnung gestellt haben. Geburtshäuser dienen lediglich der Erhaltung der Menschheit durch Frauen von Frauen. Aber das kann man ruhig mal so 20-30 Jahre ignorieren und dann panisch den "Wohlstandsnotstand" ausrufen.

Es kann doch nicht so schwierig sein, endlich mal das zu fördern, was das Land tatsächlich braucht, wenn sich dasselbe Land auch 300 Millionen Euro für zweitägige Welfrieden-Shake-Hands der G7 Entourage im Allgäu leisten kann.

Eine 27-jährige, frisch verliebte Tierärztin (Dokumentarfilmerin, Theologin, Physiotherapeutin, Tänzerin, Systemingenieurin...) hat außerdem gelesen, dass im Gegensatz zu den zu 9% in Teilzeit arbeitenden Familienvätern eine (Achtung, neues Wort:) "Familienmutter" mit 80%iger Wahrscheinlichkeit nicht mehr an ihren alten Job anknüpft. Einen neuen, vergleichbaren Job bekommen wird extrem schwierig, außer die Antibewerbung funktioniert. Zwar verdienen Frauen auch vor der Elternzeit schon 22% weniger als ein (Achtung,  neues Wort)  "berufstätiger Vater". Aber besser weniger Geld verdienen als gar keins und zu Hause bei den Rentenzahlern, äh, Kindern sitzen und verarmen.
Frauen bekommen außerdem, so informiert sich die mittlerweile 30-Jährige, im Durchschnitt durch die Kinderaufzucht auch noch 60% weniger Rente am Ende ihres Erwerbslebens im Vergleich zu ihrem Klassenkameraden mit demselben Geburtsjahrgang. SECHZIG PROZENT.

Eine 33-jährige Freundin einer Pferdewirtin (Einzelhandelskauffrau, Marketingmamagerin, Sportwissenschaftlerin, Modedesignerin, Veranstaltungskauffrau...) hat 25 Tage Urlaub im Jahr, ihr Mann ebenfalls. Ihr Grundschulkind dagegen aber 89 Ferientage. Die beiden nehmen daher ausschließlich getrennt voneinander "Urlaub". Das 3-jährige Söhnchen geht seit vier Wochen nicht in KiTa, weil die noch streikt. Im Januar hatte der Kleine eine Woche die Kindergarten-Pest in Form von Maul-und-Klauenseuche. Da war Mama auch nicht im Büro, weil Oma mittlerweile im Pflegeheim ist. Der Arbeitgeber hat in einem Wutanfall neulich geäußert, dass er "Nie wieder 'ne Mutter einstellt!", deswegen heult die Freundin am Küchentisch. 
Das beeindruckt die kinderlose Mittdreissigerin und sie heult mit. Weil sie so gerne Kinder bekommen würde und ihr Freund auch. Am liebsten mit ihr, obwohl sie Winkearme und einen sehr langen Zeigezeh hat. 
>Wenn aber nur 50% der Deutschen in 15 Jahren überhaupt noch arbeiten, sollte das deutsche Mädel tunlichst dafür sorgen, durchgehend genug Geld zu erwirtschaften, damit sie im Alter nicht verarmt. Mit Kindern geht das aber nicht, denn allein die KiTa-Gebühren...und hier fangen wir an, uns im Kreis zu drehen.

Ich möchte mich Christy Forer aus der SHAPE daher in einem Punkt anschließen:
"Lasst es krachen"
und wählt entsprechend, denn dieses Foto vom Weltfrauengipfel ist schon recht beeindruckend, wie ich finde:


So denn irgendwann mal eine Partei auftaucht, die sich traut das in einem Wahlkampf auf die Fahnen zu schreiben und dann auch noch durchzusetzen. Andere Länder machen es (ganz offensichtlich) richtig(er).

Hauptsache wir kümmern uns um die Maut.

Eure Juramama 
www.facebook.com/juramama

P.S.:
-Wer noch nicht genug hat, der lachtweint bei "Die Anstalt" mit Carolin Kebekus.
-Wer Neues zur Frauenquote lesen möchte, um sich eine eigene Meinung zu bilden, der liest bei IR-Profi und zweifacher Mutter Anna Hinrichsen nach.
-Wer den Feminismus "satt" hat, der liest Ronja von Rönne und freut sich über junge Frauen und ihre Sprachgewalt. Wer mit 23 nicht denkt wie sie, der geht auch nach dem ersten Kind nicht die Wände hoch...und dafür brauchen wir sie 2030 noch dringend.
-Wer noch wissen muss, was eigentlich bei den Hebammen los ist, der geht ins Kino "Einsame Geburt". Die Termine sind auf der Startseite angegeben. Meinen Pickel konnte man nicht überschminken. Ich sollte mal Christy fragen, was man in solchen Fällen macht. "Licht aus" vermutlich.
- Wer wissen will, warum Geburtshäuser auch dann wichtig sind, wenn man dort nicht entbinden will, der liest Teresa Bücker in der großartigen EDITION F.
- Wer sich ansehen will, wie kreativ junge Eltern die "Vereinbarkeitsdebatte" lösen, der schaut bei Coworking Toddler vorbei und wirft ein paar Euro ins Crowdfunding: http://is.gd/ZA5xPB

P.P.S.: Ich liebe ja Zitate. Und weil das hier so gut passt und es immer so schlau und belesen klingt, wenn man wichtige Leute zitiert und ich außerdem finde, dass das Bundesverfassungsgericht ein Machtwort sprechen sollte:
Prof. Dr. Paul Kirchhof (Richter am Bundesverfassungsgericht 1987 bis 1999)
“Den Generationenvertrag des Sozialstaates halten nur die Eltern ein. Dass gerade sie an diesem Vertrag kaum beteiligt werden, ist ein rechtsstaatlicher Skandal"
 UND
Prof. Dr. Roman Herzog (Bundespräsident 1994 bis 1999...huch, auch bis 1999...was ist eigentlich 1999 passiert?)
“Es kann nicht sein, dass ein Ehepaar – bei dem nur der eine ein Leben lang ein Gehalt oder einen Lohn einsteckt – Kinder aufzieht am Ende nur eine Rente bekommt. Auf der anderen Seite verdienen zwei (kinderlose) Ehepartner zwei Renten. Und die Kinder des Paares, das nur eine Rente bekommt, verdienen diese beiden Renten mit. Das ist ein glatter Verfassungsverstoß.”
Zitate entnommen bei www.elternklagen.de 

Juramama kann man auf facebook folgen und bei twitter. Wobei ich Twitter noch nicht ganz geschnallt habe. Aber ich folge da dem echten Boris Becker. Glaube ich.

Kommentare:

  1. Herrlich geschrieben und herrlich auf den Punkt gebracht!

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  2. Herrlich geschrieben und herrlich auf den Punkt gebracht!

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  3. Wow ... einfach nur wow!

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  4. Ich verspüre ganz viel Liebe. Danke.

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  5. Ja ja ja ja jaaaa! Das mit abstand beste das ich in letzter Zeit gelesen habe! Ich möchte damit gerne ganz Deutschland tapezieren damit es alle lesen! <3

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  6. Danke für diesen Start in den Tag!

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  7. Das ist so wunderbar - traurig. Ich heullache auf jeden Fall und klopfe mir beglückwünschend auf die Schultern...habe schon mehr als die doppelte Geburtenrate erledigt ;-)

    DANKE für diesen tollen Artikel!

    Liebe Grüße
    stephi

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  8. ein toller Artikel- hoffentlich lesen das viele und verstehen es auch

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  9. Danke, liebe Nina und liebe SHAPE! Auch ich habe das wissenschaftlich Unmögliche geschafft und zwei Kinder ohne Kissen und trotz Doppelkinns bekommen. Wie kann das sein?!? Sollten unsere Männer uns tatsächlich lieben wie wir sind? Buuhhh, wie uncool!!!
    Als Konsequenz ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse sollte die SHAPE eine Fortsetzung veröffentlichen: "Wie man es (sollte man dann erfolgreich begattet worden sein - AdV) in der Schwangerschaft sexy zu bleiben: Ziehen Sie stets den Bauch ein und machen Sie einen Handstand, um Ihren Wassereinlagerungen Adé zu sagen".

    Schließlich muss tunlichst vermieden werden, dass die Sexflut nach den Tipps der SHAPE unterbrochen wird. Nachher muss man, wenn das Kind dann da ist, wieder bei Null angefangen. Und wenn man DANN die SHAPE nicht mehr griffbereit hat oder gar diese Fruchtbarkeitssymbol-Bibel in einem Anfall von Raison dem Altpapier zugefügt hat, ist ja ernsthaft die Entstehung eines zweiten Kindes in absoluter Gefahr.

    Spätestens an diesen weiterführenden Tipps wäre ich dann, wenn ich mir meine Elefantenfotos meiner ersten Schwangerschaft so anschaue, kläglich gescheitert...aber huch! Ich vergaß! Ich hab ja zwei Kinder!?... Es muss wirklich Liebe sein! ... Wie uncool!

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    1. Da hat wohl jemand den tollen Beitrag auf RTL verpasst, in dem gezeigt wurde, wie man modisch den Babybauch kaschiert. Ist ja auch furchtbar so eine Kugel. Bäh.

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    2. Dem kann man nichts hinzufügen ;)

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  10. Und ich verneige mich voller Demut für diesen großartigen Beitrag. Danke!

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  11. Ein wunderbarer Text!!! Auf den Punkt.

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  12. Klare Worte. Danke. :D

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  13. Kann man das bitte als offenen Brief in die FAZ setzen? Wäre ein Crowdfunding für eine ganzseitige Anzeige wert!!

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    1. Wer kennt sich mit crowdfunding aus? Andrea, mach doch mal, ich bin auch dabei, ich weiß nur nicht wie das geht.:(
      Was kostet sowas?
      Oder wer kennt jemanden bei der FAZ, der ZEIT Oä? Die müssten doch ein Interesse daran haben, sowas zu drucken. Endlich mal was anderes!
      Ich sehe das wie ihr, ich möchte dass genau dieser Text gedruckt wird. So wie er Hier steht. Wenn jemand Deutschland rettet, dann Leute wie sie und wenn man etwas derzeit lesen sollte, dann das.Steter Tropfen...

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    2. Ganz ehrlich: im ersten Moment habe ich über diesen Vorschlag gelächelt. Ich denke aber, dass das ernsthaft in Erwägung gezogen werden soll.

      Vielleicht kann sich die Autorin dazu äußern, wie sie zu der Idee steht? Und vielleicht findet sich dann auch jemand, der mit Crowdfundingprojekten Erfahrung hat. Der Text ist zu wahr, um in den Weiten des Internets zu verschwinden!

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    3. ich wär dabei

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  14. Wie konnte mir Dein Blog bisher entgehen? Ich habe lange nicht mehr so einen großartigen und wortgewaltigen Blogpost gelesen - vielen Dank dafür und vor allem für die unverblümt gezeigten Wahrheiten, die in unserem demokratischen Sozialstaat immer keiner hören will!

    Liebe Grüße,
    Carolin

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    1. Dem kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen!

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    2. Demokratischer Sozialstaat Carolin Schubert? Das ist lange her, den hab ich noch erleben dürfen und ich bin 57.
      Roger Willemsens Satz bringst auf den Punkt, finde ich: Demokratie ist weit mehr Selbstbeherrschung des Volkes als Herrschaft des Volkes.
      Für Paare und Kinder, Mütter und Kinder stand aber auch vor 30 Jahren Sozialstaat drauf, war aber nicht drin. Heute haben wir Kapitalismus.
      Mit einem "alten" Job durfte ich 2005 nach 13-jähriger Familenpause wieder ins Ministeriumsleben eintauchen. Unfassbar, wie sich die Berufswelt in so kurzer Zeit zur modernen Sklavenhaltung entwickelt hat, selbst im Ministerium.

      Seitdem ich nun seit 2007 versuche meine Berufung zu leben und seit 2013 alles gebe, dass Eltern für sich und ihre Babys Schwangerschaft und Geburt entspannt und glücklicher erleben, die Persönlichkeit ihres Babys und damit eine gute Bindung mit Mama-Babybauch-Flüstern statt Babywatching kennenlernen, bekomme ich so allerhand von "meinen" Eltern erzählt und bin fassungslos erschüttert.

      Eure Wirklichkeit und die Eurer Kinder ist unfassbar schwieriger geworden. KITAS, in die ein Kind zwei Jahre geht und die es dann möglicherweise als 4-Jähriger wieder verlassen muss, weil die Vorgaben der Gruppenstrukturen stimmen müssen und er als Junge oder Mädchen vielleicht zu viel ist. Überhaupt dieser ganze Papierkram für Erzieherinnen in der KITA und der Förderwahn, Leistungsdruck für Kleinkinder, sich auch normgerecht sprachlich und motorisch zu entwickeln. Das ging los, nachdem mein Kleinster grad zwei Jahre aus dem Kindergarten war. Da traf ich seine damalige Kindergärtnerin und erzählte mir, dass sie rund 1/4 ihrer Arbeitszeit weniger mit den Kindern arbeitet. Dafür Papier ausfüllt. Mich hat's letzte Woche umgehauen, als ich mit einem Klientenpaar schauen wollte, wie sie den Wahnsinnstag ihrer 2-Jährigen und für die vollkommen fertige Mutter entstressen. Sie hatte es tatsächlich geschafft, mit ihrer Kleinen schon um 16.00 Uhr im Auto zu sitzen, um dann die 40 km nach Hause zu fahren und stellte fest, dass sie leider wegen des Berufsverkehrs auch nicht früher zu Hause ankommen. Die Oma holt die Kleine um 14.00 Uhr ab, sie soll auch noch was vom Kind haben. Auf meinen Vorschlag, das Kind dann vielleicht direkt nach dem Mittagessen abzuholen und eine Stunde früher dem Berufsverkehr zu entgehen, erfuhr ich: Das geht nicht, wir dürfen die Kinder erst ab 14.30 Uhr abholen. Wo gibt's denn bitteschön so eine Beschneidung der freien Entscheidungsfreiheit, wie ich mein Familienleben gestalten möchte!?!?!?!?!

      Den Luxus sein Kind in die nächsten, in 10 Minuten zu Fuß erreichbaren Kindergarten bringen zu können, gibt's kaum noch.

      Dieser ganze Vorsorge-Screening-Babywatching-Wahn in der Schwangerschaft, in dem nur noch geschaut wird, ob das Baby auch der Norm entspricht und Risiken ausgeschlossen werden. Die Verschlimmbessernden in der Geburtshilfe.

      Ich verneige mich ehrfürchtig vor Euch jungen Frauen und jungen Männern, die ihr den Mumm habt, Kinder zu bekommen. Und gebe Alles, dass das so glücklich und leicht wie möglich wird.

      Klasse Schreibstil Juramama!! Habe mich gefreut, weil da eine Frau genauso wütend schreibt wie ich manchmal.
      Hab mich vertraut gefühlt. In meinem früheren Leben, als Eltern ihren Kindern noch den Traumberuf "Kindergärtnerin" verbieten konnten, war ich Rechtsanwaltsgehilfin.

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  15. Danke dafür! Das habe ich heute gebraucht.

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  16. Ja, völlig d'accord. Das hätte ich nur vorher wissen müssen, ich meine, vor der Geburt meiner drei Mädels... Dann hätte ich alles anders und besser gemacht, dann hätte ich arbeiten können, eine Putzfrau bezahlen, den Gärtner sowieso, weil ich weder Zeit für die Wohnung, ach, Wohnung wäre dann ohnehin völlig überbewertet, ein Hotelzimmer würde mir ja genügen, dort wird jeden Tag das Bett gemacht und das Bad gefeudelt. Hauptsache, Büro.
    Vielen Dank für den Text.

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  17. Sehr pointiert, sehr gut und vor allem ... sehr richtig! Danke dafür.

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  18. Ach ja, und wo sind die Grafiker, die aus dem Shape-Cover ein Shame-Cover machen ? ;)

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  19. Wow!!!! Ich LIEBE diesen Text! Der gehört ja mal sowas von dermaßen zum Standard-Repertoire erhoben! Ganz, ganz toll geschrieben und ganz ganz toll gedacht!

    Hast einen neuen großen Fan!!!!

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  20. Wow!!! Was für ein wahnsinnig guter Text!!! Der gehört von jetzt an zum Standard-Repertoire erhoben!

    Du hast einen neuen großen Fan!!!

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  21. Toll auf den Punkt gebracht! In jeder Hinsicht. Ganz meiner Meinung. Danke für diesen Artikel!

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  22. Klasse geschrieben.

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  23. JAJAJA was für ein absulut genialer Artikel!!!

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  24. Absolut sensationell!

    Herzlichen Dank...

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  25. Boah! Was ein Text. Das Lachen aus dem ersten Teil ist mir dann allerdings im Hals stecken geblieben. Was für eine Situation, in der wir uns hier in diesem Land befinden. Du zeigst da ein echt beklemmendes Bild. Und hast bestimmt mit all dem Recht. Ich hätte da aber ein ABER:
    ich habe 4 Kinder. Wir sind beide gut ausgebildet und wenn die Zwillinge (dann 2,5Jahre alt) im Sommer in den Kindergarten kommen, gehe ich auch wieder arbeiten. In Teilzeit. Weil ich finde, dass ich auch so schon genug Arbeit habe. Und ich meine Kinder auch nicht so gerne immerzu fremdbetreut haben möchte. Und ja, ich könnte bestimmt mehr verdienen. Ist mir aber nicht so wichtig. Wir kommen klar. Und ich finde - nennt mich altmodisch - dass man nicht alles haben kann und muss. Und dass es eigentlich total Peng ist, ob ich das Maximum aus meinem Leben raushole, geld- und/oder karrieremäßig gesehen. Ich habe mich für was anderes entschieden und wenn das bedeutet, dass ich am Ende des Tages weniger Vermögen habe als kinderlose Menschen, ist das ok für mich. Und wer welche Bedingung für mich schafft, hat mich in der Kinder ja oder nein Frage nie interessiert. Nicht eine Sekunde hätte mich der Staat dabei beeinflussen können. Und wenn ich dadurch weniger Rente bekomme und mich im Alter einschränken muss (was noch nicht raus ist, denn nur weil ich Kinder habe, bin ich ja nicht zu blöd um Vorsorge zu treffen (und allen, die jetzt schreien, dann musst Du das Geld zu Vorsorge aber auch haben sei gesagt: ich habe da eben an anderer Stelle gespart)), dann werde ich trotzdem nicht bereuen, diese 4 Kinder bekommen zu haben. Denn das bin nun mal ich. Mir bedeutet Selbstbestimmung mehr, als Karriere. Nur weil ich studiert habe, muss ich nicht das Optimum (immer finanziell gesehen) daraus machen. Ich kann auch einfach so vor mich hin wurschteln und bloß so klarkommen. Mir reicht das. Und den Rest der Zeit freue mich mich über meine Kinder und meine Wahl, sie bekommen zu haben. Das war genau richtig für mich. Und kein Gleichstellungsvereinbarkeitskarrieremussseinwhatever hätte das ändern können.
    Beste Grüße an Jederwieerwill
    Bridel

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    1. Liebe Bridel,
      schön für dich und deine Kinder. Vielleicht sollte das genau jede Mutter sagen können. Doch das können sie nicht!!

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    2. Ich finde Deine Ansicht super, Bridel. Letztlich MUSS niemand WEGEN DES STAATES auf Kinder verzichten. Im Gegenteil: wir haben ja eine soziale Absicherung, die ist zwar sch***, aber man hat ein Dach über dem Kopf, man hat zu essen und eine Krankenversicherung. In vielen Ländern gibt es das nicht.
      Trotzdem ist es ein systematischer Fehler. Denn die Leute, die den Generationenvertrag einhalten, profitieren am wenigsten davon. Das ist doch Mist.Ich ärgere mich schon manchmal darüber, dass Leute ohne Kinder sich eine große Wohnung leisten und leisten können, während andere mit Kindern und Teilzeit in kleineren, günstigen Wohnungen leben. Das ist doch absurd!
      Wer Kinder will, darf nicht den Staat vorschieben. Wer sie will, aber nicht kriegt, kann vielleicht leider aus biologischen Gründen nicht, was bedauerlich wäre, oder ist ein Angsthase. Denn man schafft das alles irgendwie auch mit Kindern. Aber man muss oft vieles aufgeben, ob nun finanzieller Natur, oder Freizeit, Freunde etc. Das allein ist schon ein Riesenschritt.
      Trotzdem: Familien müssen auch von "Kinderreichtum" profitieren können, und nicht nur die "Gesellschaft". Ich finde, dass finanzielle Einbußen durch "teureren Urlaub" (weil mit mehr Personen), größere Wohnungen etc. hinnehmbar sind. Also Mehrausgaben durch Kinder halte ich für logisch. Aber Mindereinnahmen wegen Teilzeitjob, geringerer Rente wegen der Elternschaft etc. halte ich für äußerst bedenklich, solange wir an dem Generationenvertrag festhalten.

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    3. Ich bereue es auch nicht 3 Kinder zu haben. Trotzdem bekomme ich (mit Studium) keinen Job! Ich war "so blöd" und habe "jung" (=im Studium) meine Kinder bekommen ohne auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zurückgreifen zu können. Es war die beste Entscheidung. Nur leider habe ich jetzt die Rechung: arbeitslos. Der Arbeitsmarkt ist nicht bereit für gut ausgebildete, hoch qualifizierte Frauen, die Familie haben und (in Teilzeit) arbeiten wollen.

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  26. Danke für diesen großartigen Artikel! Ich hätte mich beinahe richtig amüsiert. Leider ist das Thema aber zu wahr um schön zu sein...

    Ich bin noch unentschlossen, als was ich nun eigentlich zu gelten habe. Denn trotz der von SHAPE beschriebenen groben Schnitzer, die sich meine Frau beim Pimpern leistet, haben wir 4 Kinder. Nun bin ich entweder ein sehr toleranter Mann und sehe darüber hinweg, dass meine Frau so schrecklich un-perfekt ist. Oder ich habe einen schlechten Geschmack, so dass ich die Fehler nicht als die Makel erkenne, die sie offenbar nunmal sind. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur Triebfixiert und denke mir "scheiß aufs Doppelkinn, Hauptsache f***en!"
    Ich denke, ich entscheide mich für die Variante, dass ich meine Frau einfach liebe. Klingt komisch, is aber so ;)

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  27. Also äh wie Vieles in diesem Land macht das alles ziemlich wütend. Sehr wütend. Also wenn jemand diese Bananenrepublik verklagen täte, ich täte mitmachen. Von wegen Generationenvertrag, Geo-Engineering, korrupte Arschkriecherpolitiker, verseuchtes Frackingtrinkwasser...usw. Also ich wäre sowas von dabei!!!!!!!!!!!!!!
    KRACHENLASSEN! BÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄM!

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  28. Was 1999 passiert ist? Die Hoffnung vieler - eine Rot-Gruene Bundesregierung hat dem letzten Rest Sozialstaat den Gar ausgemacht: http://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_1998

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    1. An genau DAS musste ich auch denken. :D

      LG
      Steffi

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  29. Genial, vielen Dank für diese klare Ansage!

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  30. So genialer Artikel... so genial, dass ich Juramama.de am liebsten abonnieren möchte, aber irgendwie bin ich zu blöd dafür... Wie kann ich garantieren, dass ich keinen Beitrag mehr verpasse?? :)

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  31. Sensationeller Text!! Sensationell!! Ich habe gelacht, geweint und gehe jetzt Irgendwas anzünden. Vielleicht ein Frauenzeitschriftenregal bei Edeka.

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    1. Hahaha....vergiss das Regal mit den Gummis nicht ;-)

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    2. ach wie schön! ich teile deinen enthusiasmus:-)

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  32. Liebe Juramama,

    ich bin zufällig hier bei Dir gelandet und finde Deinen Beitrag AB-SO-LUT ! lesens- und verbreitenswert.
    Vermutlich wird aber selbst die Bedrohung des liebgewonnenen Wohlstandes nicht ausreichen, die Dinge in Bewegung zu bringen...

    Egal, zum Lesen komme ich trotzdem in Zukunft sicher wieder her, viele Grüße
    Katharina

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  33. Klasse geschrieben, witzig und pointiert. Und wahr.

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  34. Respekt, das mal jemand es so charmant treffend beschreibt! Ich schliesse mich einem vorigen Kommentar an, Deutschland damit zu tapezieren wäre keine schlechte Idee....

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  35. Verehrte Autorin,
    ich mag Tacheles. Ich liebe gute, pointierte Sprache. Ich stehe auf "Mund-aufmachen", und ich brenne für die Themen. Ich habe nach Wiedersprüchen gesucht. Und keine gefunden. Werde versuchen, deinen Artikel über meinen Twitter-Account mit Hinweis auf die Quelle zu posten. Damit er in Windeseile viele Köpfe erreicht. Danke für Lese- und Geistgenuss. Ich bin kurz davor, auf die Straße zu gehen. Aber sowas von!!!! Herzlich, Cornelia

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  36. Ran an den Tapetenkleister...!!

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  37. Fantastisch! Wird geteilt! Twitter verstehe ich allerdings auch nicht.

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  38. (Danke für den wunderbaren Text! <3 )

    Da hat man sein halbes Leben lang Sex mit der schönsten Frau der Welt, die man liebt und cool findet und mit der man alt werden will, und erst jetzt erfahre ich, dass ich nie auf das Wichtigste geachtet habe: DAS KISSEN! DAS VERDAMMTE KISSEN!!11

    (Sicher sehe ich, inkl. meiner jahrelang angezüchteten Plauze, beim Sex IMMER, in jeder Sekunde, total super aus. Vor allem mein Hals und meine Brüste.)

    Ich finds übrigens schade, daß wir aussterben, weil wir zu dumm für eine zukunftsfähige Familienpolitik sind. Eigentlich mag ich uns. Aber wenn ich Darwin richtig verstehe, sind wir damit nicht die erste Spezies. Wer es nicht schafft, sich an eine veränderte Umwelt anzupassen, stirbt aus. Egal ob im Präkambrium oder heute.

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  39. Danke sehr! Sehr treffend formuliert. Kleine Verbesserung, einen Dammschnitt 2° gibt es nicht (obwohl anatomisch korrekt), bei Dammrissen unterscheidet man 4 unterschiedliche Grade JM2C ;)

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  40. Treffend formuliert. Kein Blatt vorm Mund und frei gerade raus. Vielen Dank dafür.

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  41. Verstehe ich es richtig, wenn ich "richtig krachen" lassen so deute: mehrmals furzen, um die Hüfte vom Untergrund abzuheben und die Pobacken dadurch knackig wirken zu lassen bzw. dem Mann entgegen zu kommen? Schade, dass Christy nicht ausgeführt hat ;-) So traurig, dass man schon wieder lachen kann! Danke!

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  42. Ich bin begeistert - danke!

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  43. wer soll Christy Forer denn sein? ich wollte gern sehen ,wie jemand aussieht der so viel müll schreibt. aber über diese frau ist überhaupt nichts zu finden,gar nichts.

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  44. Wenn's nicht so real und erschreckend wäre, würde ich glatt applaudieren. Danke für den Text!

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  45. Liebe Juramama,
    auch ich bin eine Jura-Mama und und da ich außerdem 4 Kinder habe, gehöre ich in Deutschland zu einer statistisch irrelevanten Minderheit. Als Akademikerin ohne Migrationshintergrund und fast Vollzeitmutter für 25 Jahre, weil unser Familienunternehmen, das uns ernährt, keine Elternzeit des Unternehmensgründers verkraftet hätte (das wäre nach 4 Jahren Elternzeit schlichtweg pleite gewesen), rutsche ich noch weiter in die Minderheitenecke. Meine Kinder haben inzwischen neben guter Schulbildung, Musikerziehung, Sport, einem breiten Interessenhorizont und einem interessanten Studium beste Aussichten riesen Beträge in die Rentenkassen abführen zu dürfen... Immerhin sind 40% der Akademikerinnen meines Jahrgangs kinderlos und perfekt altersabgesichert, die sind teuer! Ich dagegen habe keine eigenen Rentenanwartschaften – der Staat muss ja auch irgendwo sparen und schließlich habe ich ja auch nie "gearbeitet" – meine gefühlten 16-Stunden-Tage, 7-Tage-Wochen, 365 Arbeitstage pro Jahr habe ich doch wunderbar durchgestanden und die sind ja schließlich mein "Privatvergnügen"!
    So und nun kommt's: da ich ja wunderbar durchtrainiert bin, werde ich versuchen ein neues Rollenmodell zu leben. In einem Alter, in dem mein objektiver Wert auf dem Arbeitsmarkt gleich null ist, starte ich noch einmal so richtig durch – wir werden dann sehen, ob's klappt!
    Eigendlich sollte ich mich mit meinen Kindern aus der "Solidargemeinschaft" herausklagen und meine Kinder sollten nur einen kleinen Obulus von 25% der sonst üblichen Zahlungen in die Rentenkassen als Opfer an die Gesellschaft leisten. Den Rest würde ich gerne auf mich und meine Kinder selbstbestimmt aufteilen und anlegen – dann hätte ich bequem ausgesorgt. Dazu brauche ich noch ein paar humorige Spitzenjuristen – wer macht mit?

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  46. Großartig geschriebener Artikel!!! Leider so wahr.

    Mein Mann und ich sind 29 - und stehen auch schon seit längerem vor der Frage, wann wir denn irgendwann das Thema Kinderplanung in Angriff nehmen wollen. Denn eigentlich hätten wir schon sehr gerne wenigstens ein Kind. Aber wenn wir ehrlich sind - mit dem bißchen, was wir in unseren Jobs heraus bekommen, reicht es gerade plus minus null im Monat. Wovon wir da ein Kind groß kriegen sollen, ist uns ein absolutes Rätsel. Und erst recht nicht, wovon wir es uns leisten können sollen, dass ich als Frau im ersten Jahr nach der Geburt mit meiner vollen Arbeitskraft ausfallen werde - notgedrungen.

    Jedem von uns ist es noch zu genau im Gedächtnis, was es bildungstechnisch allein für uns bedeutet hat keine Eltern gehabt zu haben, die mit den Geldbündeln wedeln konnten. Eigentlich wollen wir kein Kind in die Welt setzen, wenn wir uns noch nicht einmal sicher sein können, dass es unser Kind dann nicht noch schlechter haben wird, wenn es denn irgendwann mal in unserem Alter ist. Das bricht uns das Herz, noch bevor wir überhaupt Kinder haben, denn ein chancenloses Leben ohne Perspektiven, das ist nicht gerade das, was wir uns für unser Kind wünschen.

    Von der Rente haben wir uns übrigens inzwischen längst verabschiedet. Wir resignieren und hoffen und beten, dass es im Alter dann wenigstens sowas wie Grundsicherung noch für uns geben wird. Aber das, was wir uns als Rente erwarten, das wird für uns als Ehepaar zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig sein.

    Wie wir das Problem lösen werden?
    Keine Ahnung. Nächstes Jahr werden wir beide 30. Langsam sollten wir da eine Entscheidung treffen.
    Aber irgendwie ist es, als ob wir lediglich die Wahl zwischen Pest und Cholera haben.

    Aber seriously - was sollte das unsere Politiker denn schon kümmern. Die sind doch fast alle ausnahmslos aus der Generation 50+
    Die betreffen die Probleme unserer Generation doch längst nicht mehr. Bis wir in dem Alter sind, dass wir vor dem Schlamassel stehen, haben all diese Politiker doch längst für immer die Augen geschlossen oder leben hochbetagt von ihrer üppigen Staatsrente in irgendeinem Pflegeheim.

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    1. Entscheidet Euch für Kinder, die Kinder sind eure Zukunft.

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  47. Super. Bin sprachlos und dankbar zugleich fuer so eine treffende Analyse. In einem Artikel so viele pressierende Abgruende dargestellt und verbunden.

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  48. Respekt, amüsant und wahr. Meine Frau ist Kindergartenleitung in Vollzeit und hat nicht mal 2.600 brutto bekommen. Und Photoshop und Co lassen die Menschen vergessen, das es ganz normal und schön ist nicht perfekt zu sein. Also im Bett losgezappelt und sch*** auf Fältchen oder Wölbungen. Dann haben auch beide keinen Stress und es klappt alles andere ;) Daumen hoch!

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  49. Ich schließe mich an: chapeau, wow, bravo!

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  50. grandios erfasst und geschrieben!
    gerade das mit den hebammen und geburtshäusern haben wir auch am eigenen leib erlebt...
    wir hatten noch die chance die geburt unseres sohnes in einem geburtshaus zu starten.
    aber soviele hebammen können sich hier das anbieten von hausgeburten usw "nicht mehr leisten" — schande!

    mehr solcher artikel bitte!

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  51. Wow! Wow! Wow! Wortgewaltig und Genial!!!! Danke!!!! TEilEN was DAS ZEUG HÄLT ;)

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  52. Vieln Dank!
    Endlich mal in Worte gefasst, unfassbar.
    Die Norweger wissen, wieso Kinder an 1.Stelle stehen ...

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  53. Sehr schöner Artikel! Traurig das in einem Land mit einer Frau an der Spitze so Frauenr relevante Themen hinten überfallen. Aber gut wenn man es ganz genau betrachtet ist ja auch Frau Merkel der einzige echte Kerl zwischen den ganzen Mädels.

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    1. Ähmmm ... Frau Merkel wird schon gewusst haben, warum sie keine Kinder hat ... in jungen Jahren schon "Mitglied" der Kohl-Regierung hat sie bestimmt "Herrschaftswissen" gehabt, an das wir normalsterbliche Eltern nicht herangekommen sind ...

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  54. Welch kluge und direkte Worte. Sie sprechen mir aus der Seele, nur viel schöner und schlagfertiger. Ergänzen möchte ich, dass eine Arzthelferin in Vollzeit übrigens sogar nur 1683 Euro brutto verdient. Nach 20 Berufsjahren kommt sie vielleicht mal auf 2600...aber: eher nicht. Ich wollte nur noch mal zeigen, dass es mindestens so schrecklich ist, wie Sie schreiben und leider sogar noch mehr.

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  55. Super geschrieben und top Kommentare darunter. Es ist echt traurig und belächeln zugleich, sowie von wahr und direkt aus meinem Kopf aufs Papier gebracht. Super formuliert und es stellt die wirklichen Probleme der Gesellschaft dar.

    Nur leider übersehen das viele ...

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel, Juramama :-)

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  56. Auch wenn es nicht meine Art ist, aber es reicht ein kurzes: "Genau auf den Punkt gebracht."
    Es tut so gut die eigenen Gedanken so eloquent formuliert zu lesen, wie man es selbst nicht schreiben kann.

    Danke.
    Melebert

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  57. Ich mag ja sarkastische Frauen, sind halt eine seltene Unterspezies. Allerdings wäre ein bißchen Recherche bezüglich des 22%-Lohnunterschieds schon sinnvoll, um derTendenz zum Staatsfeminismus respektive Gender-Wahn zu begegnen. Zum Beispiel böte sich dieser Artikel an:
    http://sciencefiles.org/2015/03/19/march-fools-day-wer-fallt-auf-den-22-scherz-herein/
    Man (Frau) könnte sich auch einmal mit anderen Denkansätzen bezüglich der demographischen Entwicklung beschäftigen, auch wenn ein Mann dahintersteckt:
    http://www.deutschlandradiokultur.de/produktivitaet-schlaegt-demografie.1005.de.html?dram%3Aarticle_id=225987

    Der Westerwälder

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    1. Naja. Im großen und ganzen liegt die "Last" der Kindererziehung und -versorgung bei den Frauen. Das ist für einige Frauen der Grund, dass Schichtdients nicht möglich ist, dass Fortbildung schwierig zu realisieren ist, dass es Lücken im Lebenslauf gibt, dass Berufserfahrung fehlt. Es ist in der Gesellschaft tief verankert dass in Karrierefragen zu erst die Mutter zugunsten der Kinder zurücktritt. Wer sich jetzt hinzustellt und sagt die 22% Gap ist keine wichtige Größe, schließlich sind Frauen einfach nicht ausreichend ausgebildet, bereit in Schichtdienst zu arbeiten, erfahren genug, vergisst zu fragen warum dass so ist. Vielleicht zahlen die meisen Arbeitgeber gleichen Lohn für gleiche Arbeit, trotzdem gibt es Gründe für diese 22%. Und diese Gründe sollte man beleuchten und sich fragen ob man möchte, dass sie weiterhin bestehen.
      Und zu dem Produktivität schlägt Demografie Thema lassen sich sicherlicherlich auch noch kritische Dinge sagen. Z.b. dass wir von einer Industriegesellschaft zu einer Dienst Leistungsgesellschaft werden. Und Frisöre, Kosmetikerinnen, Arzthelferinnen durch Maschinen ersetzen wird schwierig. Im letzten Jahrhundert war vor allem die Automatisierung ausschlaggebend für die Produktivitätssteigerung. Es gab eine Zeit in den 60ern da hielt man die Renten für sicher, weil man davon ausgegangen ist, dass das Wirtschaftswachstum stabil bleibt, also bei X%. Man übersah, dass das potentielles Wachstum bedeutet und praktisch kaum möglich ist. Und dann gab es doch Engpässe in der Rente. Ich denke für die Produktivität gilt ähnliches. Niemand kann dieses eine Prozent garantieren. Trotzdem wäre Umverteilung keine schlechte Idee, ob damit alle Probleme gelöst sind wage ich aber zu bezweifeln.

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    2. Cher Anonym(a),

      der 22% Pay Gap ist nicht nur keine wichtige Größe, er ist schlicht falsch, nachgewiesenermaßen. Dr. Heike Diefenbach und Michael Klein haben das mehr als ausreichend belegt, mit der Auswertung offiziell zugänglicher Daten aus amtlichen Statistiken (nicht nur aus Deutschland). Wenn Sie sich in einer ruhigen Stunde den Strang mit der angesprochenen Problematik zu Gemüte führen, werden Sie auch feststellen, daß die Auswertungen keinesfalls frauenfeindlich sind - sondern die Idiotie des Genderwahnsinns auch auf dem Gebiet der "Ungleichbezahlung" aufzeigen: http://sciencefiles.org/category/gender-pay-gap/
      Auch der verdienstvolle Informatiker Hadmut Danisch beschäftigt sich seit Jahren mit der Thematik, sehen Sie z.B. hier: http://www.danisch.de/blog/2015/06/03/equal-opportunity-is-not-enough-to-ensure-gender-equality/
      Natürlich ist es für eine Frau 'unschön', wenn man aufgezeigt bekommt, daß liebgewonnene Vorteile (die auch noch von Männern durchgesetzt wurden!) im realen Leben schlicht nur auf der Benachteiligung von Männern beruhen. Weil die mittlerweile erzeugten Zustände immer weniger haltbar sind, wird man wohl demnächst dazu übergehen, gleichen Lohn für "gleichartige" Arbeit zu fordern (ist aus SPD-Kreisen schon zu hören). Bin gespannt, wann das Ministerium für alles außer Männer (BMFSFJ) auf den Zug aufspringt. Im übrigen sollte man die ganze Debatte unter dem Primat des grassierenden Staatsfeminismus betrachten (was Sie als Frau aus nachvollziehbaren Gründen natürlich kaum tun werden). Apropos Wachstum: Wer glaubt, in einer unbegrenzten Welt der Erkenntnis gäbe es Grenzen des Wachstums, ist entweder ein Idiot oder ein Grüner. Was meist keinen erheblichen Unterschied bedeutet...

      Der Westerwälder

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    3. Lieber Westerwälder.
      Ich nehme aufgrund Ihrer Ausführungen und der fundierten Quelle wie "sciencefiles" selbstverständlich alles zurück und behaupte das Gegenteil.

      Wie jeder weiß, verhalten sich die wahren Fakten proportional zu der Häufigkeit des verwendeten Wortes "Lüge", durch die sich diese Seite unter Anderem auszeichnet.
      Sie haben vollkommen Recht. Warten wir also ab, bis Sie (oder sciencefiles) Kinder bekommen können, dann wird sicher alles gut. Bitte beeilen Sie sich im Interesse aller deutschen Familien und sagen mir bitte als erstes Bescheid, ja?

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  58. Es ist 10.30 Uhr. Ich sitze im Büro. An meinem Schreibtisch. Ich lese diesen Blog. In meiner Arbeitszeit. In meiner Teilzeitarbeitszeit. Ich habe studiert. Ich habe einen Hochschulabschluss. Ich habe ein Kind. Ich hatte einen Job mit Reisetätigkeit. Mit Verantwortung. Jetzt drucke ich manchmal Dokumente aus. Meistens habe ich nichts zu tun. Wichtige Entscheidungen werden Nachmittags in den Meetings gefällt. Da buddel ich auf dem Spielplatz. Von 2600€ brutto in Vollzeit kann ich übrigens nur träumen.

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  59. Ich denke mal furzende, unrasierte Ehemänner/Partner haben schon mehr Nachwuchs verhindert als das (Schein-)Doppelkinn der Ehefrau/Partnerin.

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  60. Wie viele Menschen verträgt die Erde?

    Zum Glück sinken die Geburtenraten in den meisten Ländern der Welt. Trotzdem werden es voraussichtlich bis zum Jahre 2050 bis zu zehn Milliarden Menschen sein. Aber die Erde hat nur begrenzte Ressourcen! Eine gerechtere Verteilung und mehr soziale Gerechtigkeit könnten Hunger und Armut in der Theorie zwar bekämpfen, auch eine verbesserte Umweltpoltik würde helfen, dennoch sollte man wirklich davon absehen die Industieländer dazu aufzufordern mehr Kinder zu bekommen. Die Welt sollte als Ganzes verstanden werden. Deutschland ist sicherlich nicht durch fleißiges Kinderkriegen und den damit verbundenen Steuern sowie Renten "zu retten".

    Wenn man Hans Rosling und seinem Pappkartonbeispiel glauben schenken möchte, löst sich das "Überbevölkerungs- und Rentenproblem" sogar von alleine, und zwar ohne dass die Industieländer mehr Kinder kriegen müssen (sehr zu empfehlen):
    https://www.ted.com/talks/hans_rosling_religions_and_babies

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    1. Endlich mal ein Kommentar, der darauf hinweist, dass man heutzutage nicht mehr nur deutschlandweit denken sollte, sondern die weltweite Überbevölkerung nicht mehr außer Acht lassen kann. Vielleicht wäre eher eine "Umverteilung" durch offenere Ländergrenzen eine Lösung? Kinder sind ein Geschenk und waren hoffentlich auch der Wunsch der jeweiligen Eltern, aber es ist auch eine persönliche Entscheidung. Sollte diese von anderen noch mehr mitgetragen werden, als es schon der Fall ist? Leute, die für ihre eigene Rente ja nunmal auch ein halbes Leben lang hart arbeiten und durch eine andere Lebensplanung auch eben mehr Geld für, was auch immer man möchte, Wohnung, Hobby etc. ausgeben können?

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    2. Die fehlende Erkenntnis hier ist: Die "Leute" arbeiten nicht "für ihre eigene Rente", sondern für die Rente der jetzigen Rentner! So ist das System heutzutage. Und ja, sie sollten sich daran beteiligen, dass es irgendwann einmal genug "Leute" gibt, die dann für ihre Rente arbeiten! Sollten sie es nicht tun, werden sie irgendwann vielleicht feststellen, dass sie zwar ein halbes Leben lang hart gearbeitet haben, der Staat aber nicht mehr in der Lage sein wird, ihnen überhaupt eine Rente zahlen zu können!

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    3. Das sogenante "Rentenproblem" löst sich von ganz allein. Dafür muss ganz sicherlich nicht die deutsche Geburtenrate steigen!

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  61. Wunderbar, danke. Auch ich habe das Gehaltsproblem so gelöst, dass ich keine Kinder habe. Jetzt habe ich das Gehaltsproblem nicht mehr, bin nun aber zu alt für Kinder. Oder liegt es vielleicht doch alles daran dass ich mir kein Kissen in den Rücken... ??? So viele Fragen....

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  62. :D Zu geil! You made my day! xD

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  63. Ist es wirklich so schlimm dass wir immer weniger Kinder kriegen? Angesichts Überbevölkerung und Ressourcenknappheit? Es ist schon fast Bigotterie dass auf der einen Seite von unserer Regierung große Anstrengungen unternommen werden um Klimaschutzziele (hier denkt man sehr global!) zu erreichen und auf der anderen Seite wird Bevölkerungswachstum unterstützt und propagiert (hier denkt man wiederum ausschließlich national). Irgendwie widerspricht sich das nach meiner Auffassung. Ja, ich bin kinderlos und hab Spaß dabei :-) und ich bin es Leid meinen Lebensentwurf rechtfertigen zu müssen - jeder wie er will, wurde hier ja auch schon postuliert. Und für die jenigen, die jetzt wieder mit dem Generationenvertrag kommen, da wir uns hier in einem Juraforum befinden muss ich wohl niemandem erklären wie ein Vertrag zu Stande kommt. Ja genau... durch zwei übereinstimmende Willsenserklärungen! Falls jemand diesen Vertrag je unterschrieben hat, der möchte sich bitte bei mir melden, ich würde diesen gerne sehen ;-).

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    1. Ach, es geht doch nicht darum, daß Ihr Lebensentwurf falsch ist ... Da soll schon jeder nach seiner Facon glücklich werden.
      Viele Verträge werden auch gar nicht geschrieben und unterschrieben, sondern in Form von Gesetzen formuliert. Die kann man dann doof finden, oder gut, entziehen kann man sich diesen jedoch kaum. Im Regelfall sind wir jedoch Nutznießer dieser Gesetze, denn deren Formulierung und Durchsetzung gewährt uns sowohl Sicherheit wie auch Planbarkeit, was unsere jeweiligen Lebensentwürfe betrifft. Der von "juramama" formulierte Blog zeigt die Ungerechtigkeit auf, die diese Gesetze den unterschiedlichen Lebensentwürfen entgegenbringen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. "Gerechtigkeit" ließe sich auf zwei Weisen erzeugen: Man gibt den Eltern mehr oder man nimmt den Kinderlosen mehr. Ersteres würde vielleicht zu mehr Kindern führen (was ich persönlich nicht glaube, aber dies hier auszuführen würde den Rahmen sprengen), zweiteres wohl an der "Mehrheitsgesellschaft" scheitern.
      Es ist schön, daß Sie in ihrem Beitrag auf die Überbevölkerung und Ressourcenknappheit hinweisen. Beides gilt es sehrwohl zu bedenken und auch Ihr Wunsch nach Aufhebung des "nationalen Denkens" wird von mir unterstützt. Da Sie sich also Gedanken um das Überleben der Menschheit machen und Ihre Kinderlosigkeit höheren Zielen dient, würde es mich freuen, wenn Sie sich durch Spenden so "verarmen" wie es Eltern tun, die sich in die Situation "Kinder sind das Armutsrisiko" begeben. Und da Sie auch noch über persönliche Zeitressourcen verfügen, die Sie nicht für Kindesaufzucht verwenden müssen, bietet sich tägliche mehrstündige ehrenamtliche Tätigkeit geradezu an.

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    2. doch, es geht eben schon darum, dass die Familie mit Kindern als der einzig richtige Lebensentwurf angesehen wird und daher auch vom Staat subventioniert wird. Und es ist immer noch eine freie Entscheidung (zum Glück, denn das letzte Mal als dies keine freie Entscheidung war befanden wir uns in einer Diktatur von Nationalsozialisten) Kinder zu bekommen oder nicht. Wir alle sind (hoffentlich) mündige, Erwachsene Bürger und informieren uns bevor wir Kinder in die Welt setzen über die Konsequenzen. Dass man danach vielleicht nicht mehr die finanziellen Mittel hat um 3x im Jahr in den Urlaub zu fahren und jede Woche im Restaurant zu essen dürfte wohl auch jedem klar sein. Das kann man doof finden oder gut, entziehen kann man sich diesem jedoch kaum. Aber Kinder in die Welt zu setzen und sich anschließend über die Einschränkungen die dies nun mal mit sich bringt zu beschweren finde ich ehrlich gesagt infam. Ich habe manchmal das Gefühl dass hier in Wirklichkeit eine Neiddebatte stattfindet unter dem Deckmandel der (Generationen)gerechtigkeit. Es ist bemerkenswert dass die Reproduktion vieler meiner Mitmenschen offenbar einem höheren Zweck dient - nämlich der Erfüllung des Generationenvertrages und der Erhaltung des Fortbestandes der menschlichen Spezies. Glauben Sie es oder nicht, ich lebe seit zwei Jahren in den USA und nutze tatsächlich meine zeitlichen Ressouren um einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachzugehen!

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  64. Hallo Juramama,

    deinen Artikel habe ich mit großem Interesse, Unterhaltung und der entsprechenden Portion Wut (auf unsere Politik) gelesen, wie du es beim Schreiben gewiss beabsichtigt hast. ;)

    Zu dem Dilemma der Spätgebärenden kann ich dir noch sagen, dass es ein Gesamtgesellschaftliches Problem ist.

    Ich bin Jahrgang '82 und habe als erstes nach meinem Schulabschluss eine Ausbildung fertig gemacht. Mit dieser konnte ich beruflich leider nicht durchstarten, so folgte 2005 die zweite Ausbildung. Leider fehlte mir danach die nötige Berufserfahrung um jetzt endlich beruflich durchstarten zu können.

    Und so begann meine Odyssee von subventionierter, schlecht bezahlter Arbeit über Arbeitslosigkeit und Zeitarbeit...
    Und selbst wenn ich den passenden Job gefunden hätte bei dem man mich nach 2 Jahren nicht doch wieder weg rationalisiert hätte, so fehlte mir der passende Mann an meiner Seite um meine Familienplanung wahr werden zu lassen.

    Nach 10 Jahren Beziehung mit einem Versager (hinterher ist man/frau ja immer klüger), begann meine zweite Odyssee: die Suche nach einem Mann, der es genauso ernst meint, wie ich und sich das klassische Familienbild von Ehe und Kindern mit mir genauso vorstellen konnte, wie ich.

    Das Glück diesen Mann endlich zu finden, hatte ich dann leider erst 2012. Und nun, nach 2 Jahren Ehe und erfolglosen Versuchen, macht mir -mit grade einmal 33 Jahren- die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung: es klappt einfach nicht mit dem Kind!

    Wir Frauen werden also mehrfach verarscht:
    Von unserer Politik, die uns zeigt, dass wir beruflich hart arbeiten und vorbereiten (Ausbildung, Studium) müssen um überhaupt halbwegs davon leben zu können.

    Von unserer Gesellschaft, die das klassische Familienbild in der Öffentlichkeit schlecht macht und junge Männer und Frauen hervorbringt, die sich lieber von einer Liebelei in die nächste stürzen und keinen Sinn nach fester Bindung haben.

    Und noch von der Natur, die uns Frauen -nicht selten lange vor den Wechseljahren- es nicht leicht macht dann doch endlich Kinder zu bekommen, wenn wir meinen es halbwegs im Leben erreicht zu haben.


    Die Alternative sind die vielen alleinerziehenden Mütter, welche entweder einen ONS als Vater haben oder das Pech, dass der Auserwählte sich mit Mitte 20 dachte doch noch nicht so weit zu sein, Vater zu spielen (und um diesen Frauen kein Unrecht an zu tun: da gibt es noch unzählige mehr Gründe und auch mit 30-40 kann es uns leider noch passieren).

    Aber wehe, du hast beruflich nicht vorgesorgt und dich stattdessen von deinem Mann abhängig gemacht: dann landest du bei Teilzeit, Hartz4 und Altersarmut.

    PS: und unsere "supi dupi" Scheidungsgesetze, welche ja immer mehr "modernisiert" wurden, tragen mit dazu bei, dass die Männer 1. gar keinen Bock auf Hochzeit haben und 2. die Frauen -sollten sie doch mal einen Mann dazu bekommen haben- dazu genötigt werden als Alleinerziehende in dieses Elendsschicksal zu rutschen, während sich nicht wenige Männer vor ihrer Verantwortung drücken oder selbst grademal genug zum Leben verdienen (an dieser Stelle ein ironisches Hoch auf den Mindestlohn, der immer noch viel zu niedrig ist).


    Du merkst, ich kann mich über dieses Thema ebenso ausführlich aufregen wie du und ich habe auch schon -selbst als Kinderlose- viele Gedankenspiele daran verschwendet.

    Und da drängt sich mir noch dieses tolle Beispiel der privaten Altersvorsorge auf, die ich mir eh nie leisten konnte und als Familienmutter (hübsches Wort :) ) erst Recht nicht - und die mir im Alter eh keinen Cent mehr beschweren würde.


    In diesem Sinne:
    Lieben Gruß Steffi ;)

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    1. Und jetzt nachdem ich deine Empfehlung der Folge von "Die Anstalt" gesehen habe, wird mir erst richtig bewusst, wie sehr ich den Nagel auf den Kopf getroffen habe.

      An dieser Stelle ein großes Dankeschön für diese Empfehlung! Wenns nicht so traurig wäre, könnte man/frau herzhaft darüber lachen. -_-

      LG
      Steffi

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  65. Wow, sogar ich als Aushilfsmacho kann nur zustimmen!

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  66. Die Welt ist bekloppt und die Politik bekloppter. Ich schließe mich der Meinung der Verfasserin an. Zum Glück ist der Text in einen angenehmen Schreibstyl verfasst sonst hätte ich nach den ersten 40 Zeilen aufgehört. In meinem Bekanntenkreis bin ich einer der wenigen die auf jedenfall in der Zukunft Kinder wollen und das ist verdammt traurig in dieser Welt. Deutschland ruiniert sich damit selbst, das sie es absolut nicht schaffen mit der Wirtschaft die Bevölkerung zu stärken. Naja die menschen zerstören die Welt, wir deutschen fangen bei uns deutschen schon an das zu machen #1. ich hoffe diesen Text lesen viele und vielleicht auch der ein oder andere Politiker. (Männlich 17)

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    1. was ist daran traurig? Das nennt sich Entscheidungsfreiheit! Wer Kinder will, soll Kinder bekommen, wer keine Kinder will, so keine bekommen, das ist eine sehr individuelle Entscheidung. Das wichtigste ist dass man selbst glücklich ist und nicht sich nicht für einen Lebensentwurf entscheidet, nur weil ihn die Gesellschaft als den einzig richtigen ansieht.

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  67. Das ist einfach ein feuerwerk der gefühle wo ich meine faust ballen könnte und einfach mal mitten in die fresse derer schlagen könnte wo sagt kind und beruf sei vereinbar.
    da heißt es immer so schön in deinem alter hatte ich schon 3 kinder und ein haus gebaut. da sag ich glückwunsch und denk mir meinen teil. wenn ich überleg was mein aktuelles leben so kostet und dann noch weiß hey es gibt keine kinderbetreuung für vollzeitberufstätige mütter. das sag ich mir doch ja leckt me doch am arsch.....ich kann unter diesen bedingungen net arbeiten es sei den das nächste burnout soll mich heimsuchen.

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  68. Juramama, you made my night! Schlaflos aber dafür gelacht bei Milch & Honig in der Küche. Danke für diesen großartigen Text, du schreibst mir aus der Seele!

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  69. Uebertreibt ihr mal nicht....

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  70. Ich erwarte mein Baby in NYC gerade: Versicherung 1000 Dollar im Monat mit 15% Selbstbeteiligung bis 12.000 pro Jahr als Familie, Hebamme ist Luxus, also knapp 3000 Dollar fuer 2 Besuche und Geburtsunterstuetzung von erfahrener DEUTSCHER Hebamme, weitere Besuche 75 Dollar/Stunde. Alles aus eigener Tasche. Kein Mutterschafts- oder Kindergeld. Kein Elterngeld, keine bezahlte Vorbereitungskurse oder Rueckbildung, keine Staatsunterstuetzte KiTas, Tagesmutter ca. 20 Dollar die Stunde. Normale Grundschule 10.000-60.000 und wir fangen erst an........
    Miete in Manhattan fuer eine fensterlose Zelle um die 1000 Dollar, oder man lebt auserhalb und faehrt 1-2 Stunden zur Arbeit.
    Staatsgesicherte Renten gibt es nur fuer Staatsangestellten, man muss private Rente sich selbst zusammensparen.
    Es gibt zwar schon die medizinische Versorgung und Unterstuetzung fuer Frauen, die gar nichts bezahlen koennen, aber es ist nichts bequemes dabei.....
    Als jemand, die in Deutschland 12 Jahre gelebt hatte, kriegt man erstmal ein Grusel.
    Warum macht dann NYC ziemlich gute Figur mit Geburtsraten? Wieviel muesste man dann hier verdienen, damit man endlich perfekte Bedingungen erreicht?

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    1. Darf ich angesichts der angegebenen hohen Kosten für Miete, Krankenversicherung etc. nach dem Familieneinkommen fragen?

      Viele Grüße Steffi

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    2. Familienmutter8. Juni 2015 um 22:56

      Auch agne kriegt 'neun Punkt, würde ich sagen. Klar, es wird hier auf hohem Niveau gejammert. Ich glaube auch eigentlich weniger, dass das Kinderkriegen wirklich mit dem Geld zu tun hat. Eher mit der Anerkennung, die man als Mutter ( nicht) erfährt, wohl aber im Job. Und Männer können meistens alles haben und werden dann auch noch als "Familienvater" bezeichnet. Ich nenn mich jetzt nur noch "Familienmutter, weil ich erfogreich arbeite und auf noch (vor erst nur 1) Kind habe. :-)

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  71. Nach dem plötzlichem Kindstod meiner Tochter, hab ich den part übernommen 23 Jahre Kinder aufzuziehen (6) nun bin ich bei der Rentenkasse abgewiesen worden, da sich die Mütter die Rente sicherten, obwohl sie nicht doppelt kassieren können. Bei dem ältesten könnte ich die Mütterrente bekommen, doch brauch ich dafür die Unterschrift seiner Mutter. Frauen dürfen sich es selber bestätigen.

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  72. Ich glaube die Gründe für die derzeitige Situation ist Vielschichtig. Einer der Gründe ist, dass die Ansprüche gestiegen sind. Fernseher, Spielkonsole, jeder sein eigenes Handy, Internet gab es früher nicht und musste gar nicht erst bezahlt werden. Das Glück der Kinder war untergeordnet, die sind einfach entstanden, weil Verhütungsmittel knapp waren und man musste mit ihnen leben ;-)
    Ich glaube man hat sich früher deutlich seltener die Frage gestellt ob man Kinder möchte, es war gar nicht bewusst dass es da eine Wahl gibt. Ich habe viel mehr (Wahl-) Möglichkeiten, als meine Mama. Ich habe Kinder und einen tollen Job und einen tollen Mann. Achja aber ich habe ja heute gelernt: das liegt wahrscheinlich daran, dass ich keine Kissen unter meinem Kopf haben mag, wenn ich auf dem Rücken liege...

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  73. Ich hatte einen riesen Kloß im Hals beim Lesen.... So viel Ungerechtigkeit. Seit der Geburt unseres Kindes kämpfe ich unermüdlich um zurück ins Berufsleben zu finden. Keine Chance. Nur prekäre Arbeitsverhältnisse bleiben übrig. Mein Lebenslauf ist am A... Während der Kindesvater eine fantastische Karriere und später auch Rente haben wird.

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    1. So ist es bei uns leider auch :-(

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  74. Danke! Großartigst. Auch für das erste post scriptum. Und die Erfahrung und entsprechende Vokabel des "lachweinens"... und überhaupt. Köpfe, Herzen und Sprachrohre wie dieses braucht das Land.

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  75. Abgefahren. Großartigst! Allerherzlichsten Dank. Auch für das erste post scriptum.

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  76. Vielen herzlichen Dank für diesen treffenden Artikel!
    Ich habe zwei kleine Kinder. Ich bin 33, studiere noch immer an meinem Zweit-Abschluss herum, den ich hoffentlich vor der Geburt meines dritten Kindes im Dezember erhalte. Ich arbeite in Teilzeit. Trotz Studium übrigens gerade ein Gehalt, das dem einer Erzieherin gleicht. Und ich halte den perfiden Druck bei meinem Arbeitgeber nicht mehr aus: Von 20 Kollegen sind 6 in psychiatrischer / psychologischer Behandlung, 4 von ihnen sind seit Monaten krank zu Hause. Ich will nicht die Nächste sein. Darum haben wir uns für Nummer 3 entschieden. Ich werde zu Hause bleiben. Wir haben keine Ahnung, wie wir das finanzieren sollen. Wir werden nach dem Elterngeld unter Hartz IV - Niveau sinken, wenn nur mein Mann arbeitet. Aber wir kommen beide aus eher armen Verhältnissen. Dass wir beide einen Hochschulabschluss haben, ist schon mal mehr, als wir erwarten konnten. Wir haben beide gelernt, zu sparen. Das fehlt vielen in unserer Generation. Und: Jetzt klappt es noch mit dem Kinderkriegen.
    Ich denke immer daran, dass die Alten ja auch mal sterben - Wer keine Kinder hatte, an wen vererbt er das denn dann? An den Staat?!

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  77. Danke, liebe Kollegin für diesen Beitrag. Ich stimme vollumfänglich zu ;-)

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  78. Einfach nur GENIAL!!! Vielen Dank dafür, dass mit diesem Artikel hoffentlich allen Politikern die Augen geöffnet werden!!! Warum sind die Leute, die was "zu sagen haben" nur so (entschuldigung) blöd???

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  79. Und wenn dann eine von der SPD getriebene Große Koalition 70 Jahren nach dem Krieg eine Mütterrente von 20 € für jedes Kind durchstetzt, schreit unser Arbeitgeberverband ein Jahr lang ununterbrochen, dass dies unsere Wirtschaft kaputt machen wird. Ich bin der Meinung, ein Volk, das sich so von seinen Politikern veräppeln lässt, soll ruhig aussterben. Die Orientalen und die Afrikaner werden uns ablösen. Sie haben es ehr verdient.Ein Ausweg aus diesem Dilemma in Deutschland wäre ein Bedingungsloses Grundeinkommen von 1.000 € im Monat für Jeden/in. Aber das kommt nicht wegen siehe oben: wegen der Politiker - und unserer sonstigen "Eliten" und weil wir zu dumm, zu schwach, zu feig sind, uns gegen diese Typen zu wehren.

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  80. Vielen Dank für den großartigen Artikel!!!

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  81. Yes!!! Von juramama zu juramama stimme ich dir vollumfänglich zu. Lg

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  82. Dieser Artikel gehört an die Regierung geschickt. Wirklich! Das sollte Pflichtlektüre für jeden Politiker sein! Grandios!!

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  83. Liebe Frau Kollegin, ich quäle mich manchmal durch den Blog, weil ich Ihre Art zu schreiben etwas anstrengend finde. Sorry wegen dieser Kritik. Aber fest steht, dass ich Sie inhaltlich sehr schätze. Es muss gesagt werden! So. Aber nun die Frage: was machen wir dagegen? Ich bin auch schon Mitte 30, Kind 2 ist unterwegs. Es muss was passieren, auch unserer Kinder wegen. Ich habe manchmal die grauenhafte Vorstellung, dass unsere Kinder irgendwann von den Alten versklavt werden (die höchstens ihre eigenen Kinder verschonen würden, aber sie haben ja keine). Finanziell und personell, ganz. Vielleicht wird es irgendwann auch einen umgekehrten Aufstand geben. Die Alten müssen abgeschafft werden. Jedenfalls KANN es so wie es jetzt ist, nicht weiter gehen.

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  84. Wunderbarer Text. Danke. Bei dem Crowdfunding wäre ich dabei!

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  85. Danke für den Post. Falls du eine Idee hast, wie wir etwas daran ändern können, würde es mich brennend interessieren.

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  86. Bitte kandidiere zur nächsten Königin von Deutschland! Selbst unsere "Merkel-Mutti" zeigt und, dass Karriere nur ohne Kinder geht. Ich selbst habe 2 Kinder und diese haben mich auch beruflich sehr voran gebracht: immer wenn der Leidensdruck zu groß war, habe ich mich nach einem neuen Job umgesehen. Sie haben mich zum Mut gezwungen. Ich war sehr fleißig, hatte aber auch viel Glück.

    Sehr guter Blog! Danke!

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  87. Großartiger Artikel! Ich hab mit Tränen der Traurigkeit und einem Lächeln auf den Lippen den Artikel gelesen.
    Wenn ich das nächste Mal gefragt werde, warum ich keine Kinder auf diese Welt bringe, werde ich nichts sagen, sondern in meiner Tasche kramen und den ausgedruckten Artikel von dir, den Leuten unter die Nase halten ;-)

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  88. Niedrige Geburtenraten sind ein Kennzeichnen höchstentwickelter Dienstleistungungsgesellschaften, hohe Geburtenraten ein Kennzeichen unterentwickelter Agrargesellschaften (so Guido Mingels in einem sehr lesenwerten Beitrag Anfang April im Spiegel). Das stimmt. Wollen bzw. sollen wir also eine unterentwickelte Agrargesellschaft werden? Wie sagte Bill Clinton: "It's the economy, stupid!" Wenn man daran etwas ändern will, muss man ganz anders da drangehen, dann muss man nämlich über Lebensgestaltung in Zeiten des globalisierten Neoliberalismus nachdenken und nicht nur über Lebensgestaltung in einer vermeintlich entpolitisierten Welt. Dass der Artikel in dem mir bis dato - offenbar zu Recht - unbekannten Heftchen "Shape" indiskutabel ist, darüber müssen wir nicht reden. Er wäre unfreiwillig komisch, wenn solches Geschreibsel nicht so viele negative Folgen hätte. Jürgen Römer

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  89. Danke für diesen wunderbaren Text! Er ist so treffend und dabei traurig. Er ist ehrlich und trifft den Punkt! Ganz wunderbar!

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  90. Applaus! Das beste was mir seit langem zu dem Thema untergekommen ist. Schließe mich dem Crowdfunding an. Großartig!

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  91. genial!! toll geschrieben!!vielen dank...di

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  92. Auf den Punkt mit Witz und Verstand!

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  93. Ein großartiger Artikel, der super auf den Punkt bringt woran unsere gesellschaftliche Basis erkrankt ist. Besser hätte man es nicht schreiben können!

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  94. Super geschrieben und sehr unterhaltsam wie ich finde, aber inhaltlich bin ich nicht der gleichen Meinung (abgesehen von dem SHAPE-Artikel).
    Deutschland ist de facto überbevölkert, wenn die besiedelbare Welt unsere Bevölkerungsdichte hätte, müsste die Welt 20 Milliarden Menschen durchbringen, wozu sie nachhaltig niemals im Stande wäre. Das mit den Renten 2030 is natürlich kacke, aber da müssen wir jetzt halt die Babyboomer des letzten Jahrhunderts ausbaden. Naja, ab 2060 wirds dann ja wieder besser, wenn der schlankere Teil der Bevölkerungspyramide dann im Rentenalter ist. Dass kinderlose Paare überbevorteilt werden, da stimme ich jedoch voll und ganz zu.
    Die Argumentation, Geburtshäuser und Geburtsrate in Korrelation zu stellen, finde ich ein wenig an den Haaren herbei gezogen. Ich denke nur wenige Frauen machen den Geburtswunsch grundsätzlich abhängig davon, wo und wie sie gebären können (von Sylt zur Geburt aufs Festland zu fahren finde ich durchaus zumutbar...)

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  95. Ich schwanke zwischen Lach- und Zornestränen!

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  96. Chapeau für diesen Artikel! In so vielen Dingen so auf den Punkt...diese olle Rückenlage! Sowohl beim Sex als auch beim Gebären völlig überzogen prominent. Nach diesem Artikel noch viel mehr.

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  97. Danke. Eigentlich ist es am Ende so: zum Glück ist die Sehnsucht nach Kindern größer als jede momentane ökonomische Überlegung. Dann springt man ins kalte Wasser, lernt schnell schwimmen. Ich schwimme seit 3 Jahren, mehrmals. Es ist die richtige Entscheidung. Denn der Rest findet sich, wird sich finden, wie bei den Generationen davor, wo teilweise die Umstände noch schwerer waren. Auch sie sprangen ins Wasser und schwammen. Es soll heutige Probleme nicht kleinreden, nur eben die historische Relation einbringen.

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  98. Toller Text! Vielen Dank! Habe mich gerade in den letzten Tagen gerade wieder unendlich geärgert, weil ich in diversen Artikeln unter der Überschrift "Viagra für Frauen kommt endlich" lesen muss, dass Frauen ja "von Natur aus" häufig "sexuelle Schwäche" haben, bis zu 40% sollen das sein. Ja klar, nicht nur, dass Haushalt, dämlicher Job, kein Geld auf dem Konto, Kind versorgen und vor allem alle dämlichen Ratschläge, Vorschläge, Vorschriften und sonstige Umwelteinflüsse ignorieren Kraft kostet, die dann im Bett fehlt. Wenn junge Mädchen ihre Sexualität à la Shape nur auf Wie-gefalle-ich-dem-Mann-am-besten programmieren, wie sollen sie dann aktiv Lust empfinden? Was ich mich frage: Tun wir als "ältere" Frauen genug, um Mädchen und jungen Frauen auf ihrem Weg zu helfen, anstatt sie Shape & co. zu überlassen??

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  99. Sehr lustig, wenn es nicht so traurig wäre. Zum Glück habe ich zwei Kinder und eine unperfekte Frau. Ich finde es schrecklich, dass wir uns über alles Gedanken machen, aber das wichtigste außer Acht lassen: Familie. Wen interessieren perfekte Autobahnen, wenn hier keine mehr lebt um darauf zu fahren? Wen interessieren Banken, wenn keiner mehr Geld hat um es ihnen in den Rachen zu stopfen? Und wen interessieren Politiker, wenn es bald niemanden mehr gibt, den sie regieren können?

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  100. Danke für diesen Blog - fällt prima in die Kategorie - traurig aber wahr.

    Jetzt weiß ich als Mann auch endlich was mich immer an meinen Ex-Partnerinnen gestört hat! Die haben einfach zu sehr rumgezappelt - inklusive Doppelkinn.

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  101. Kinderaufzucht find ich schön... Hat so was von Tierzüchtung, Bauernhof, im Matsch spielen...

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  102. WIRKLICH GROßARTIG!!! Da wird einem schlagartig so einiges klar, was man, gerade als Kerl, so noch nie gesehen hat. RESPEKT

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  103. Genial! Toll! Sehr schön geschrieben. Exakt. Prägnant auf den Punkt gebracht. Danke! Auch von mir als Vater. Als Freiberufler. Mit einer Frau, die Vollzeit arbeiten muss. Sonst kann man sich das Leben in München eh nicht leisten - schon gar nicht als Familie...

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  104. Als Papa gelesen, verstanden und für richtig empfunden. Danke für die humorvollen und dennoch ernstzunehmenden Worte.
    Meine Familie und ich wandern aus ebenjenen Kritikpunkten nach Holland aus. Wir fühlen uns seit Jahren mit unseren Problemem alleine gelassen und jetzt nehmen wir unsere einzige Chance war, den Spieß mal umzudrehen.
    Tschüss, aSozialstaat.

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  105. Der Beitrag ist ohne Zweifel genial! Menschen mit dieser Formulierungsstärke, ja hintergründig humorvolle Wortgewalt, gehören sofort in die Politik. Nur dort kann man wirklich etwas verändern, auch wenn das meistens viel zu langsam geht. Jedenfalls erkennt man aus den Zeilen mindestens das Zeug fürs Bundeskabinett. Der dort leider verbreiteten diplomatischen Abbügelsprache sind wir doch wirklich überdrüssig. Bestimmt würde ein jeder der vielen Kommentatoren und natürlich auch ich Ihnen meine Stimme geben, verehrte Autorin! Ganz großartig!

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  106. Gut geschrieben, traurig aber wahr, jedoch als Schlüsselkind einer alleinerziehenden Mutter frage ich mich allerdings wie das damals ging, Kitaplätze gab es einfach ohnehin keine, Kinder waren eben alleine und habe sich so durchgeschlagen. Ging auch auch irgendwie, da wird man schnell selbständig. Ich habe unfreiwillig keine Kinder und möchte am Ende meines Arbeitslebens dafür nicht bestraft werden.

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  107. Sagenhafter Bericht und (leider) so wahr! Vielen Dank dafür und für die tolle Schreibweise...
    Auch wenn ich leider nicht mehr an Änderungen dieses total kaputten Systems glaube. Meine Kinder (3 Buben) sind heute 21, 23 und 25 Jahre alt und auch damals ärgerte ich mich schon über die Bedingungen hierzulande. Nach der Scheidung zahlte ich Unterhalt für 3 Kinder und wurde steuerlich mit Steuerklasse 1 angesetzt... Wie wir vorher unsere Kinder durchgebracht haben, hat nie jemand gefragt (ausser unsere Eltern und Grosseltern). Ach, ich könnte darüber Bücher schreiben, aber wer würde die lesen?

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  108. Gut geschrieben, aber inhaltlich kann ich meist nicht zustimmen. Es liegt, denke ich, nicht an fehlender Unterstützung/ fehlendem Geld, dass weniger Paare Kinder bekommen, es liegt wohl eher daran, dass man eine Wahl hat und das ist auch gut so! Früher war es normal, zu heiraten, Kinder zu bekommen, und, meist für die Frau, zuhaus zu bleiben. Heute kann man Jobs ausüben, die man gerne macht, es gibt eine Alternative zur ohne Zweifel aufopfernden Hingabe von Eltern für ihre Kinder. Und das kinderarme Deutschland muss nur etwas warten, dann ist der demographische Wandel vollzogen, und unsere Erde kann vielleicht mal etwas aufatmen. Und wenn mal ein gutes Netz an Kitas mit Betreuungszeiten von 7-20Uhr auch in den Ferien aufgebaut ist, ist für jede Entscheidung die Grundlage da.

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  109. man könnte drüber lachen wenn es nicht den Nagel auf den Kopf treffen würde
    seht gut in Worte verpackt , was vielen im Magen liegt und wo die Politik mit reden nichts bewegt
    Deutschland im Dornröschenschlaf...nur wird es keinen Prinzen geben der das Dornröschen erlöst

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  110. Sehr treffend und amüsant geschrieben. Auch beim Thema Kinder und gilt: Die Menschen lernen nur aus Katastrophen, vernünftige Argumente zählen nichts

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  111. Gut geschrieben, aber inhaltlich kann ich meist nicht zustimmen. Es liegt, denke ich, nicht an fehlender Unterstützung/ fehlendem Geld, dass weniger Paare Kinder bekommen, es liegt wohl eher daran, dass man eine Wahl hat und das ist auch gut so! Früher war es normal, zu heiraten, Kinder zu bekommen, und, meist für die Frau, zuhaus zu bleiben. Heute kann man Jobs ausüben, die man gerne macht, es gibt eine Alternative zur ohne Zweifel aufopfernden Hingabe von Eltern für ihre Kinder. Und das kinderarme Deutschland muss nur etwas warten, dann ist der demographische Wandel vollzogen, und unsere Erde kann vielleicht mal etwas aufatmen. Und wenn mal ein gutes Netz an Kitas mit Betreuungszeiten von 7-20Uhr auch in den Ferien aufgebaut ist, ist für jede Entscheidung die Grundlage da.

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  112. Zunächst einmal möchte ich dir sagen wie gerne ich deinen Blog lese! Der Stil, die Offenheit und der Humor machen echt Spaß! Da möchte ich doch mal einen Bericht meines gestrigen Friseurbesuchs zum besten geben. Dort angestellt ein junger Familienvater, der beabsichtigt ab kommender Woche in Elternzeit zu gehen. Da die ersten Wochen etwas schwierig waren zu Hause und seine Frau Unterstützung brauchte, hatte er bereits in den vergangenen Wochen seine Arbeitszeit zurückgeschraubt. SUPER! Großes Lob an den Arbeitgeber, der das absolut unterstützt und an den Vater, dass er diese Initiative zeigt. Aber nun kommts: Die Kunden springen dem Besitzer gerade aufs Dach, sämtliche Angestellten bekommen ihr Fett weg. Unverständnis, Wut und "sowas häts früher nicht gegeben". Ist der eigene Haarschnitt wichtiger als die Kinder dieser Welt? In welcher Welt leben wir eigentlich?

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  113. Sau geiler Artikel - zum Inhalt brauch ich nichts mehr schreiben - da schieß ich mich den anderen Kommentaren an. Top.
    Aber vor allem deine Wort-Akrobatik beeindruckt mich - bitte schreib mal für die großen. Da kotz ich nämlich vor lauter Langeweile bei monotonen Aneinanderreihungen von Subjekt Verb Objekt... Glückwunsch! Hammer was und wie du schreibst!

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  114. hahaha hehe ... pfffhahaha XD

    ich kicher mich hier grad weg ... xD

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  115. Kind oder Karriere gilt nicht nur für Frauen. Überall wird nach Flexibilität geschrien. In vielen Berufen wird man doch verlacht, wenn man nicht jederzeit bereit ist für eine Arbeitsstelle quer durch die Bundesrepublik, wenn nicht gar um die ganze Welt zu reisen. Wie soll man sich unter diesen Bedingungen denn nierderlassen, ein Haus bauen und eine Familie gründen?

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  116. Hammer!!
    Danke danke, er wird von mir gestreut was das Zeug hält ;-)))

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  117. Der Herr Roman herzog hat in seinem Zitat noch jemanden vergessen. Uns als Familie mit zwei Kindern in der beide arbeiten gehen. wir erfüllen den Generationenvertrag doppelt. Dennoch fördert der Staat ja lieber den Gehaltsunterschied in Ehen als Die Gemeinschaft, in der Kinder leben, egal wie die aussieht.

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  118. Liebe Shape -

    nicht, dass ich unbedingt mehr Busen bräuchte *hust* aber den Kissentrick probiere ich trotzdem, wenn's fruchtbar macht. Schließlich möchte ich als kinderlose Akademikerin in typischem Ausbildungberuf unter 2.600 Euro brutto ja nicht in 35 Jahren die bis dahin nicht mehr vorhandenen Rentenkassen aufgrund meiner Unfruchtbarkeit (oder wie nennt man ungewollte Kinderlosigkeit nach drei Jahre pimpern ohne Verhütung in der 'fruchtbaren' Phase sonst) zum Einsturz bringen. Mit den etwa 850 Euro, die ich dann nach letzter Renteninformation bekommen soll.

    Es tut mir Leid!

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  119. unglaublich gut und clever geschrieben!!!

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  120. Danke!!! Die zweite Hälfte des Artikels sprich uns aus dem Herzen! Das Lachen aus dem ersten Teil ist uns im Halse steckengeblieben... Ich arbeite als Freiberufler; meine Freundin halbtags. Mehr als eine Mindestrente wird sie nicht bekommen - wenn überhaupt. Freunde von uns (kinderlos) fahren übrigens den Porsche, der bei uns in der Versorgung und Ausbildung der Kinder steckt. Und erhalten zusätzlich die Rente, die unsere Kinder später mal erarbeiten.
    Jan & Fio, 3 Kinder im Alter zwischen 8 und 13 Jahren.

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  121. Wow!! Applaus! Und aus tiefstem Herzen: ein ganz großes Dankeschön!

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  122. Muss gestehen bin als Mann hier gelandet und auch ich finde den Beitrag sehr gut.

    Vielleicht ein paar Möglichkeiten ein paar Probleme gelöst zu bekommen.

    Ich bin selbstständig meine Rente erhalte ich nicht aus der Rentenkasse, wenn ich Pech habe darf ich zwar noch ein paar Jahre länger arbeiten. Die Arbeit macht aber Spaß, da ich eben mein eigener Chef bin und der Staat in meine Arbeit zum Glück noch nicht soviel reinredet.

    Meine Frau wird eventuell mehr Rente bekommen als ich, da ich sie angestellt habe und auch die Kinder ihr ein wenig Rente zuschustern. Ferner wird sie Inhaberin des Hauses, was wir bauen.

    Wir wohnen in Rheinland Pfalz in einem kleinen Dorf. Kindergarten ist 5 Gehminuten entfernt. Kindergartengebühren gibt es dort nicht. Die Kindergärtnerinnen haben neulich nicht gestreikt und sehen auch sehr entspannt aus. Wenn ich meinen kleinen gegen 15 Uhr abhole kommen ca. noch 3 Kinder auf 3 Erzieher. Natürlich sieht das Morgens anders aus.

    Wir haben bereits 2 Kinder und wollen noch 2, wenn das passende Haus dazu steht. Ja wenn ich in Rente gehe, habe ich zwar ein Haus, aber noch keine Rente :-( Aber irgendwie geht das Leben immer weiter.

    Ich kenne genug Jobs, wo man selbstständig arbeiten kann und gutes Geld verdienen kann. z.B. Handwerker, Tanzlehrer... Meine Kinder werden sicher nicht in den Rententopf einzahlen und ihr eigener Herr sein und somit ein Stück weit dem Wahnsinn sich entziehen können. Meine Kinder werden somit auch nicht anderen die Rente bezahlen. Vielleicht führe ich ein, dass jedes mir dafür ein wenig im Monat bezahlt. Mein Schwiegervater hat 11 Kinder, er wird es wohl so lösen.

    Ich habe das Glück eine Frau zu haben, die auch nach 2 Kinder noch aussieht wie vorher. Würde sie anders aussehen, hätte ich auch Glück, weil ich sie Liebe. :-)

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  123. Ich schrei mich weg. Genial. Applaus.
    Nun verstehe ich auch, warum wir immer mehr Fernsehen und "Mainstream Journalismus" meiden.
    Man fühlt sich ständig vera.... und wird mit Blödsinn berieselt.
    Ein Hoch auf die Blogger.

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  124. Danke für diesen wundervollen Text, der genau das ausdrückt, was mir als 30jährige berufstätige, potentielle Mutter durch den Kopf geht. Ich dachte schon ich wäre die Einzige, die sich solche Gedanken macht. Als ich 20 war glaubte ich noch, dass bis ich mal Kinder habe sich dieses ganze Kind-oder-berufstätig- Problem einigermaßen gelöst hätte. Aber wie so oft wird hier in der Politik ja lieber 30 Jahre darüber diskutiert als mal was gemacht.

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  125. Heute entdeckt und für unfassbar gut befunden - vielen, vielen Dank dafür :-)

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