Mittwoch, 11. Dezember 2013

Wie lange sollte man Elternzeit beantragen?


Für immer.
Fertig.
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

Ich empfehle folgenden Link zum Thema:



Jetzt wo ich aber Eure Aufmerksamkeit habe, kann ich aber gleich noch etwas aus rechtlicher Sicht dazu sagen, die emotionale Schiene habe ich ja nun schon abgearbeitet.
Achtung, dieser Artikel spiegelt die Rechtslage vor dem 01.01.2015 wieder.


Ungefähr 15 Sekunden nachdem so ein kleines, niedliches, entzückendes, rosiges, duftendes Baby auf die Welt gekommen ist und seine Mutter mit diesen verquollenen, dunklen Augen ansieht, in der die Weisheit der gesamten Menschheit zu liegen scheint (oder die Mutter empört und erschreckend laut angeschrien wird, je nach Gemütslage des Neugeborenen), passiert etwas ganz Absonderliches -mal abgesehen von dieser unfassbar langen Reihe an Absonderlichkeiten der vergangenen 9 Monate-

Der Gedanke dieses einzigartige Menschlein irgendwann in den nächsten 30 Jahren irgendeiner fremden Aufsichtsperson anzuvertrauen, erscheint der Mutter so vollkommen hirnverbrannt und geradezu wahnsinnig, dass sie sich selbst sofort das Sorgerecht entziehen möchte.

Diese fatalistische Sichtweise ändert sich dann meist zwischen der 4. und 10. durchwachten Nacht. Nach der Zwanzigsten gibt man das Baby dann doch mal der guten Freundin zum Kinderwagen-Schieben mit, nur um dann noch im Treppenhaus sofort in einen komatösen Schlaf zu fallen.

Das konnte man sich alles gar nicht vorstellen, geschweige denn verlässlich planen, als man den Antrag auf Elternzeit beim Arbeitgeber abgegeben hat!
Unfair!

Was ich meine, wird an den folgenden drei Müttern deutlich (Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind gar nicht zufällig):

Mutter-Typ-1 ist sich sicher, dass jede Frau eigentlich gerne nach 3 Monaten wieder arbeiten möchte und natürlich auch sollte. Dies nicht nur weil man seinen Job so liebt, sondern auch weil die Finanzen sonst einbrechen und Kinder überhaupt nur von ausgebildeten Pädagogenprofis erzogen werden sollten. Aus Wellness-Gründen hat sie beim Arbeitgeber 12 Monate Elternzeit beantragt, weil es zumindest bis dahin Elterngeld gibt. Danach hat sie natürlich Vollzeit angekündigt.
Mutter-Typ-1 gibt dann am ersten Arbeitstag laut schluchzend ihr einjähriges Kleinstkind in der KiTa ab, schleppt sich zur Arbeit, hasst dort alle Kollegen für ihre eigene Anwesenheit, ruft alle fünf Minuten mit verstellter Stimme bei der Erzieherin an und schickt 3-4 Spione aus der Familie vorbei, die heimlich der Haustür lauschen sollen ob das Kind jetzt vielleicht doch weint. 

Ein weiterer Typ Klischee-Mutter hat schon während der Schwangerschaft allen erzählt, dass dieses Kind die wahre Erfüllung ist (die Eigene und die der restlichen Menschheit). Sie hat folgerichtig die gesamten 36 Monate Elternzeit auf einmal eingereicht und plant bereits eine Zwillingsgeburt 14 Tage vor deren Ablauf um noch weitere sechs Jahre dem bescheuerten Job fernzubleiben.
Diese Mutter ruft 11 Monate nach der Geburt der "Erfüllung" in der Personalabteilung des bescheuerten Jobs an, bettelt um Gnade und bietet ihre Arbeitsleistung auch unentgeltlich an, wenn sie denn nur 3 Std. pro Tag an einem Schreibtisch verbringen darf, ohne dass jemand motzend an ihrem Unterschenkel klebt und hochgenommen werden will.

Beispiel-Muttertyp-3 hat ALLES dazu gelesen, 127 Beiträge in ALLEN Internetforen verfasst, ALLE Freunde die seit der 6. Klasse mal über ein Jurastudium nachdachten oder mal mit einem Rechtsanwalt im Zug saßen hierzu befragt. Sicherheitshalber hat sie noch ALLE Elterngeld-Stellen ALLER 16 Bundesländer angerufen. 
Sie hat eine Timeline in MS Word und auf einem Flipchart im Wohnzimmer (mit Fähnchen!) erstellt und trägt dort die taktisch ausgefeilte Verteilung der Elterngeldmonate zwischen Mutter und Vater nach dem geplanten Kaiserschnitt im Hinblick auf Prämienzahlungen, Weihnachtsgeld, Gehaltserhöhungen im Folgejahr und Wechsel des verhassten Abteilungsleiters ein und beantragt per Einschreiben/Rückschein eine Teilzeitstelle nach genau 412,5 Tagen.
Diese Mutter hat allerdings seit der Geburt des Kindes zu Hause nicht mehr aufgeräumt, so dass sie den Laptop oder das Flipchart mit der Timeline nicht mehr finden kann und verpasst ihren ersten Arbeitstag, weil sie mit ihrem Kind in der Klangschalen-Therapie im "Haus der Familie" zu sphärischen Klängen einen Tüchertanz einübt.

Alle Schwangeren die einen Arbeitgeber haben, liegen irgendwo zwischen diesen drei Extremen und genau das ist auch die Krux bei diesem Artikel:

Es gibt so viele denkbare Fallkonstellationen, dass ich unmöglich jede hier auflisten kann. Hierzu muss man sich wirklich individuell beraten lassen und sollte das auch tun. 

Was ich aber tun kann, ist Euch das rechtliche Gerüst einmal aufzudröseln und Euch zumindest einen Weg aufzeigen, der die wenigsten rechtlichen Fallstricke birgt und das höchste Maß an Flexibilität. Ich sage aber nochmal in aller Deutlichkeit, dass viele Wege nach Rom führen. Ich zeige Euch quasi die A7 direkt über den Brenner-Pass nach Italien. Wer Hannibal oder Ötzi ist, muss weiterforschen.
Ich gehe von der für sie Fragestellung günstigsten und auch häufigsten Situation aus: 
Die Mutter hat vor der Geburt eine Vollzeitstelle in einem Betrieb mit mehr als 15 Mitarbeitern und möchte eigentlich nach 12 Monaten wenn das Elterngeld ausläuft wieder arbeiten. Nicht in Vollzeit, aber in Teilzeit. Sie ist unsicher ob das geht dann schon geht mit dem kleinen Wurm. Was ist, wenn er noch Betreuung braucht? Vielleicht also doch die Option auf 24 Monate ? Aber was ist wenn mir nach 12 Monaten die Decke auf den Kopf fällt oder wir das Geld brauchen? Was beantrage ich?

Grundsätzlich gilt:
http://www.mesewcrazy.com
Man kann maximal 36 Monate in Elternzeit gehen. Wenn das Kind Drei ist, endet sie automatisch. Zwillingseltern bzw. ODER wenn innerhalb dieser 3 Jahre ein weites Kind kommt, können Teile der Elternzeit auf den Zeitraum zwischen dem dritten und achten Geburtstag der Kinder übertragen. Ab dem 01.01.2015 ist das sogar zustimmungsfrei vom Arbeitgeber möglich. Das Beipiel auf dieser Seite verdeutlicht Zwillingseltern, was gemeint ist.
Die Elternzeit beginnt ab der Geburt des Kindes. 
Genauso wie die Auszahlung des Elterngeldes. Immer. Da kann man nix dran drehen. 
Also nicht ab dem Ende des Mutterschutzes, der in der Regel 8 Wochen nach der Geburt oder dem errechneten Termin endet (12 Wochen bei Zwillingen oder Frühchen). Elterngeld wird ebenfalls immer ab der Geburt gezahlt und dann gegebenenfalls komplett vom Mutterschaftsgeld aufgefressen in den ersten 8 Wochen.

In der Elternzeit darf man maximal 30h pro Woche arbeiten.
Das ist 'ne ganze Menge mit Kleinkind. Arbeitet eine Mutter in Elternzeit in Teilzeit, nennt man das ElternTEILzeit und das ist eine tolle Sache. Hierzu später.

Damit man sich die Rechnerei mit den Daten spart ist es am Einfachsten den Antrag an den Arbeitgeber einfach in Lebensmonaten des Kindes anzugeben:

"Moin Chef, hiermit beantrage ich Elternzeit für den 1. - einschließlich 12. Lebensmonat unseres Kindes."

So geht man auch dem Problem aus dem Weg, dass Kinder sich ungern an errechnete Geburtstermine halten. 

Diesen Antrag muss man spätestens 7 Wochen bevor man in Elternzeit gehen will beim Arbeitgeber gestellt haben und er ist unwiderruflich

Das heißt: Einmal gestellt, kann man die Dauer der eingereichten Elternzeit nur wieder ändern wenn der Arbeitgeber sein OK dazu gibt!
Schriftlich beantragen empfiehlt sich aus Beweisgründen, eine gesetzliche Pflicht ist das aber nicht.

Die Unwiderruflichkeit ist ein echtes, juristisches Problem, deswegen sollte man sich ganz genau überlegen, was man da so beantragt. Wenn sich der Arbeitgeber stur stellt hat man den Salat.

Beantragt man also 12 Monate EZ, obwohl man unsicher ist ob man nicht länger in EZ bleiben will, kann der Arbeitgeber einer Verlängerung der Elternzeit zustimmen, wenn er nett ist und das betrieblich möglich ist. 
Das muss er aber nicht!

Andersrum ist es auch nicht besser: 
Beantragt die Mutter zunächst 24 Monate EZ, muss der Arbeitgeber sie grundsätzlich nicht nach einem plötzlichen Sinneswandel zu einem frühen Zeitpunkt wieder einstellen.

Hier kommt die Teilzeit in Elternzeit ins Spiel:
Etwas anderes gilt nur dann, wenn man einen Anspruch auf Teilzeit nach § 15 BEEG geltend machen kann, was vor allem von der Betriebsgröße abhängt. Dann kann man auch spontan wieder in Elternteilzeit einsteigen, auch  wenn man eigentlich 24 Monate totale Freistellung angemeldet hatte. Ablehnen kann der Arbeitgeber diesen Wunsch nur aus dringenden betrieblichen Gründen
(z.Bsp. wenn bereits ein Ersatz in Vollzeit eingestellt ist - BAG Urteil vom 19.04.2005 – 9 AZR 233/04)

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass die 36 Monate EZ formal aufgeteilt sind in 24 Monate PLUS das sogenannte "flexible Elternjahr" von nochmal 12 Monaten.
Das 3. Jahr kann man rein theoretisch mit Einverständnis des Arbeitgebers bis zum 8. Geburtstag des Kindes irgendwann mal nehmen. Meistens nimmt man es gleich im Anschluss im dritten Lebensjahres des Kindes.

Für die ersten 24 Monate muss man sich verbindlich festlegen.

Sieben Wochen vor dem Ende der 24 Monate Elternzeit reicht dann ein 2-Zeiler an den Arbeitgeber aus um das dritte Jahr hinterherzuschieben:

"Moin Chef, ich bin dann nochmal die Lebensmonate 24-36 meines Sprößlings in Elternzeit. Wir sehen uns danach. Hau rein, Kapelle!". 

Oder so ähnlich. Das muss er akzeptieren.

Deswegen ist es unschlau -weil unflexibel- von Anfang an gleich die ganzen 36 Monate zu beantragen. Logisch, oder?

Wie macht man es nun aber am flexibelsten in unserer Ausgangssituation?

Hier komme ich wieder auf die Elternteilzeit zurück.

Einen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit (auch in Elternzeit) hat man, wenn man länger als 6 Monate in einem Betrieb beschäftigt ist, dieser mehr als 15 Mitarbeiter hat und keine dringenden, betrieblichen Gründe dagegen sprechen. § 8 TzBfG bzw. § 15 BEEG. 
Wenn man in Teilzeit arbeiten möchte, kann der AG gesetzlich 15 Stunden pro Woche Arbeit verlangen. Natürlich kann sich aber natürlich freiwillig auch auf weniger Stunden mit Euch einlassen.
(Urteil LAG Schleswig-Holstein vom 18.06.2008 Az. Sa 43/08)
Natürlich könnt ihr auch ohne gesetzlichen Anspruch mit Eurem Arbeitgeber in einem Betrieb mit weniger als 15 Mitarbeitern eine Teilzeitvereinbarung in Elternzeit treffen! Nur ist der Arbeitgeber dann dazu nicht gesetzlich verpflichtet.

Ein recht flexibler Weg wäre es für unser Ausgangsbeispiel also:
24 Monate Elternzeit beantragen mit dem Hinweis, dass man beabsichtigt nach 12 Monaten in ElternTEILzeit zurückzukommen. Dann kann der Arbeitgeber planen und man geht nicht das bereits beschriebene Risiko ein, dass schon jemand in Vollzeit eingestellt wurde und somit ein dringendes, betriebliches Hindernis vorliegen könnte.

Tritt man also nach 12 Monaten die alte Stelle in ElternTEILzeit wieder an, kann man dann bequem das dritte Jahr ankündigen und das ebenso in ElternTEILzeit verbringen. 

Kommt man aber trotzdem dann nicht nach 12 Monaten in Teilzeit zurück, someone man es mal plante, hat das keine negativen Folgen für den Arbeitsplatz. 
So jedenfalls die momentane Auffassung der Gerichte. Man bleibt die beantragten 24 Monate einfach zu Hause. Wieder kann man 7 Wochen vor Ablauf der 24 Monate das flexible, dritte Elternjahr ankündigen. Das kann einem der Arbeitgeber dann nicht verwehren, denn man war ja 24 Monate in Elternzeit oder eben in ElternTEILzeit.

Die Elternteilzeit hat gegenüber einer "normalen" Teilzeit übrigens den entscheidenden Vorteil, dass man sich den Anspruch auf die Vollzeitstelle vor der Geburt erhält. 
Deswegen ist es grundsätzlich besser in ElternTEILzeit zu gehen, statt aus der Elternzeit rauszugehen und die Vollzeitstelle zu reduzieren und eine "normale" Teilzeitstelle anzutreten. Außerdem bekommt man in Elternteilzeit mehr Rentenpunkte als in Normalo-Teilzeit. Hat also nur Vorteile.

(...Falls sich das jetzt ein aufmerksamer Leser gefragt hat, der eigentlich schon oben bei "Für immer" mit dem Lesen aufhören wollte...)

Ich gehe jetzt in Bett. In Teilzeit, denn meine Tochter zahnt. Ätzend diese Zähne.

Gute Nacht,


***** Besucht mich doch auch auf Facebook als Juramama oder auf Twitter als Die_Juramama****

*****  Meine Artikel stellen keine Rechtsberatung dar. Bitte holt immer individuellen Rechtsrat ein!*****




Kommentare:

  1. Hallo du,

    ich bin gerade auf deinen neuen Blog aufmerksam geworden – und finde es super cool, dass du auch über die rechtlichen Dinge und wie so schön gesagt, Fallstricke, berichtest!
    Den Blog merk eich mir!
    Falls du Lust hast, schau doch mal bei mir vorbei. Dort gibt es gerade auch ein tolles Gewinnspiel, bei dem du natürlich mitmachen darfst. LG Mic

    happybones.de

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  2. Liebe Juramama,

    einen ganz tollen Blog hast du - nicht nur witzig geschrieben, sondern auch wirklich hilfreich.
    Ja, das mit der Elternzeit ist gar nicht so leicht. Ich hatte ursprünglich nur 12 Monate beantragt und wollte danach in Teilzeit weiterarbeiten. Letzt Woche habe ich aber nun mit meinem Chef aushandeln können, dass ich doch noch mal 12 Monate nehme und dann in Elternteilzeit weiterarbeite - aus ebenjenen von dir genannten Gründen.
    Rentenansprüche waren auch ein Grund - aber warum man durch Elternteilzeit mehr Rentenpunkte sammeln kann als durch "nur Teilzeit" habe ich nicht verstanden - vielleicht weißt du es ja?

    Ich freue mich auf neue Posts von dir!

    Alles Liebe
    deine
    Julia
    P.S.: danke auch nochmal für deine lieben Worte auf meinem Blog!

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    1. Liebe Julia,
      Danke für Dein Lob und Deine netten Worte!
      Das mit den Rentenansprüchen ist tatsächlich so, in Elternteilzeit sind sie höher als in normaler Teilzeit. Das liegt am Gedanken des Gesetzgebers Mutterschaft zu fördern und Frauen dazu zu motivieren Kinder zu bekommen UND wieterhin zu arbeiten. Da hat der Staat ja doppelt was von: Kinder und Sozialversicherungszahlung.
      Deswegen bekommt man die Rentenpunkte des Durchschnittsverdienstes (den jede Mutter in Elternzeit pro Jahr bekommt wenn sie in der gesetzlichen RV ist) PLUS noch was drauf, weil man ja zusätzlich zur Kindererziehung rentenversicherungspflichtig arbeiten geht. Das soll belohnt werden.

      Tja. Ich bezweifle schwer, dass sich jemals eine Mutter darüber Gedanken gemacht hat, als es um die Entscheidung ging Mama zu werden oder nicht...;-)

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  3. Liebe Julia,
    einen ganz tollen Blog hast du da aus dem Boden gestampft!
    Ich komm nun regelmäßig - damit mir sowas nicht nochmal passiert. Das alles hätt ich vor einem Jahr mal lesen sollen ;-) Danke für die Info!! Hoffentlich hab ich nochmal die Chance alles richtig zu machen bei Kind Nr. 2,3,4,5 *lach*
    Beste Grüße,
    Désirée

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  4. Liebe Juramama

    Ich finde die deutschen Diskussionen um die Elternzeit interessant und bin eifersüchtig - in der Schweiz können wir sie leider nicht führen.

    In der Schweiz arbeiten Mütter bis zur Geburt, werden vorher krank geschrieben oder nehmen Ferien. Nach der Geburt bekommen Mütter einen 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub und einen 16-wöchigen Kündigungsschutz. In dieser Zeit muss der Arbeitgeber ihre ursprüngliche Stelle frei halten. Tritt die Mutter sie nach Ablauf des Mutterschaftsurlaubs nicht in der ursprünglichen Form an, sondern möchte zum Beispiel Teilzeit arbeiten, muss der Arbeitgeber die Mutter nicht berücksichtigen. Ach ja, die Väter haben zwischen einem bis ca. 10 Tagen Vaterschaftsurlaub nach der Geburt.

    Natürlich gibt es eine öffentliche Diskussion um eine Elternzeit in der Schweiz. Sie dümpelt momentan leise. Interessanterweise wird eine Elternzeit immer wieder von den "familienfreundlichen" Parteien abgeschlagen - zu teuer. Und sie würde natürlich eine weitere Aufweichung der traditionellen Rollenverteilung bedeuten. Oh Schreck!

    Lieber Gruss aus der Schweiz
    Carla

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    1. Liebe Carla,
      Ich bin ganz erschüttert.
      Da klagen wir ja echt auf hohem Niveau bzw. muss da bei Euch mal schnellstens was passieren! Auch wenn ich nicht der Meinung bin, dass Dinge wie Elterngeld und Elternzeit den Ausschlag geben bei der Entscheidung ob man Kinder bekommt, so beeinflusst es diese Entscheidung mit Sicherheit indirekt. Glückliche Paar bekommen Kinder. Paare die sich sicher fühlen und die das Gefühl haben, dass sie in der Gesellschaft eine Rolle spielen. Von 6 oder 12 Monaten Elternzeit hängt das wahrscheinlich nicht ab, aber es hilft alles unter einen Hut zu bringen.
      Vielen, vielen Dank für Deinen Kommentar dazu! Da kann die Schweiz ja ausnahmsweise mal was von uns lernen...ist ja selten genug :-)))
      Ich freue mich wenn Du öfter vorbeischaust und einen Schweizer Senf dazugibst, mich interessiert das SEHR! DANKE

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  5. Liebe Julia,
    bin gerade erst auf deinen Blog gestoßen und sehr begeistert. Dein Post zum Thema Elternzeit kommt bei mir gerade zur rechten Zeit. Baby Nr. 2 ist unterwegs und mein Mann und ich überlegen gerade, wie wir es am besten machen. Eine Frage hätte ich an dich. Das Baby kommt im zweiten jahr meiner Elternzeit des ersten Kindes. Ich würde mir gerne die Option offenhalten das dritte Elternzeitjahr meines ersten Kindes zu schieben. Geht das? Wenn ja, was muss ich dafür tun? Ich würde mich sehr über eine Antwort von dir freuen.
    So, jetzt gehe ich noch ein bisschen auf deinem blog stöbern.
    Liebe Grüße, Kerstin

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  6. Liebe Julia,
    bin gerade erst auf deinen Blog gestoßen und sehr begeistert. Dein Post zum Thema Elternzeit kommt bei mir gerade zur rechten Zeit. Baby Nr. 2 ist unterwegs und mein Mann und ich überlegen gerade, wie wir es am besten machen. Eine Frage hätte ich an dich. Das Baby kommt im zweiten jahr meiner Elternzeit des ersten Kindes. Ich würde mir gerne die Option offenhalten das dritte Elternzeitjahr meines ersten Kindes zu schieben. Geht das? Wenn ja, was muss ich dafür tun? Ich würde mich sehr über eine Antwort von dir freuen.
    So, jetzt gehe ich noch ein bisschen auf deinem blog stöbern.
    Liebe Grüße, Kerstin

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    1. Hallo Kerstin, wie schön, dass Du vorbeigekommen bist und Dir der Blog gefällt. er steht erst am Anfang und über positives Feedback und Leserinnen freue ich mich unheimlich.
      Erstmal: YAAAAAY ein zweites Baby!!!! Wie schön! Herzlichen Glückwunsch!
      Zu Deiner Frage: Das dritte Elternjahr ist zwar flexibel und kann bis zum 8. Lebensjahr des Kindes genommen werden, allerdings ist es leider kein Rechtsanspruch. Du bist hier auf den Goodwill Deines Arbeitgebers angewiesen. Wenn Du es gleich im Anschluss an die ersten zwei Jahre nimmst, dann MUSS er es Dir gewähren, wenn Du es "schieben" möchtest, muss er zustimmen. Sollte er das in einem Gespräch tun, dann setzt das schriftlich auf.
      Man fragst sich warum es flexibel sein soll, wenn es vom Gutdünken des AG abhängt, aber in erster Linie hat es wohl damit zu tun, dass man eben nochmal später die Rentenvorteile haben soll.
      Also: Aushandeln und schriftlich festhalten und beide unterschreiben.
      Aber vorsichtig sein und davon abhängig machen, wie es in deiner Situation mit dem Kündigungsschutz aussieht. Nicht dass Du Gefahr läufst gekündigt zu werden.
      Du könntest auch erst ein paar Wochen bevor Du das dritte Jahr nehmen möchtest, das Gespräch mit ihm führen. Kündigungtechnisch ist das sicherer, besser planen kann Dein AG wenn Du es früher sagst...es hängt also sehr an Eurem individuellen Verhältnis.
      Mit der KKasse und der Rente läuft das dann, wie jetzt auch.

      Wenn man sich Carlas Kommentar dazu durchliest, muss ich eingestehen: es ist Klage auf hohem Niveau. Aber dann klagen wir eben mit hohem Niveau und stellen fest, dass es - wie so oft in der Familienpolitik- leider etwas Augenwischerei ist, mit dem "flexibel" im dritten Elternjahr. Wenn man einen unentspannten Arbeitgeber hat gibt es diese Möglichkeit also nur auf dem Papier.

      So ich hoffe ich konnte Dir helfen und freue mich über Deine Leserschaft!
      Hab eine WUNDERBARE Schwangerschaft!!!
      Alles Liebe
      Nina

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    2. Hallo Nina,
      erst mal sorry, dass ich dich beim ersten Mal Julia genannt habe (warum auch immer).
      Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, du hast mir auf jeden Fall weitergeholen. Ich werde mal sehen, was sich bei meinem Chef bezüglich des dritten Elternzeitjahres machen lässt.
      Bin schon auf deine weiteren Posts gespannt.
      Liebe Grüße,
      Kerstin

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  7. "Für immer" finde ich gut. Könnte auch ein Schlachtruf für spätere Demonstrationen und Kundgebungen sein. "Wollt ihr für drei Jahre Elternzeit?" "Nein!" "Für wie lange wollt ihr dann?" "Für immer!!!" Liebe Grüße, Dajana von Mit Kinderaugen

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  8. Liebe Dajana, hab Dank für Deine lieben Kommentare, ich freue mich über jeden einzelnen und ganz besonders darüber, dass jetzt jemand mitkommt, wenn ich jemals beschließen sollte, mich vor das Familienministerium zu ketten und Elternzeit für immer zu fordern.
    ATTACKE!

    Ganz liebe Grüße
    Nina

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  9. Bin jetzt einmal durch deinen Blog. Wische mir gerade die letzten Lachtränen aus dem Gesicht und werde das ganze wohl nochmal lesen müssen, um die juristischen Feinheiten ohne Tränenschleier besser behalten zu können. Macht viel Spaß dein Blog! Danke!
    Liebe Grüße,
    Lydia

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  10. Hallo Juramama,
    vielen Dank für Deine erfrischenden Informationen.
    Du schreibst: Elterngeld wird ab Geburt gezahlt. Aber wird da nicht das Mutterschaftsgeld gegengerechnet, sodaß viele Mütter erst ab der Zeit nach dem Mutterschutz, also nach 8 Wochen Elterngeld erhalten, weil vorher das Mutterschaftsgeld höher ist??
    Kannst Du auch zur Verteilung der Vätermonate noch etwas schreiben? Wann können die genommen werden? Kann Mann sie teilen usw.?
    Liebe Grüße und vielen Dank
    Susi

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  11. Liebe Nina,

    ich hab da eine Frage: Wo kann ich mich beraten lassen? Bei einem Rechtsanwalt? Kann leider über Onkel Google nichts im münchener Raum finden.
    Finde deinen Blog echt super, du hast nicht nur einen schönen Schreibstil, sondern auch sehr viel Wissen, dass du uns hier in, quasi, ehrenamtlicher Arbeit zur Verfügung stellst. Vielen dank dafür. Bin auch schon Facebook-Fan :)
    LG,
    Estera

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  13. Tolle(r) Text(e), toller Schreibstil, tolle Themen, toller Blog! Kann ich meine Hausschuhe irgendwo unterstellen? Ich komm jetzt nämlich öfter vorbei. :)

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    1. Wirf' sie einfach in den Flur. Wie alle anderen hier in diesem Haus.
      Danke für Dein Lob!

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  14. Ein toller Artikel mit sehr wichtigen Tipps. Für mich ist es wichtig zu wissen, was ich tatsächlich während der Elternzeit dazu verdienen kann. Da kam mir dieser Artikel hier gerade recht. Vielen Dank dafür.

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  15. Liebe Juramama,
    bin eben auf diesen tollen Blog gestoßen und sehr begeistert, er ist sehr informativ und leicht zu verstehen.
    Hätte da nur zwei fragen dazu:
    1. Wenn ich nur 1 Jahr Elternzeit beantragt habe und mit Einverständnis von meinem Chef das 2 Jahr beantragte und direkt hinten dran hänge und ca. 20 Std. Arbeiten gehe, würde mir dann auch das 3 Jahr in den nächsten 8 Jahren zustehen ohne Genehmigung von meinem Chef?
    2. Wie lange gibt es den diese Rechtspruch mit der Rente, was sie hier geschrieben haben?
    (Die Elternteilzeit hat gegenüber einer "normalen" Teilzeit übrigens den entscheidenden Vorteil, dass man sich den Anspruch auf die Vollzeitstelle vor der Geburt erhält. 
    Deswegen ist es grundsätzlich besser in ElternTEILzeit zu gehen, statt aus der Elternzeit rauszugehen und die Vollzeitstelle zu reduzieren und eine "normale" Teilzeitstelle anzutreten. Außerdem bekommt man in Elternteilzeit mehr Rentenpunkte als in Normalo-Teilzeit. Hat also nur Vorteile.)

    Würde mich sehr für eine Antwort bedanken

    Mit freundlichen Grüßen

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    1. Das dritte Jahr steht Ihnen immer dann zu, wenn Sie 24 Monate EZ genommen haben (bis zum 2. Geburtstag.) Sie können also in ElternTZ weiterarbeiten im dritten Jahr.
      Den Rentenanspruch gibt es so lange, wie man in EZ ist.
      beste Grüße!

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  16. Vielen Dank! Ein super Artikel mit vielen hilfreichen Hinweisen. Für mich ist lediglich der Teil "Ein recht flexibler Weg" etwas zu ungenau. Ich finde die Idee toll, aber muss der AN dem AG dann nicht auch schon voraussichtliche Zeiten mitteilen? Und wenn er das verbindlich tut, wie kann er diese dann nicht antreten?

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    Antworten
    1. Danke!
      Die Ankündigung über die Dauer der EZ ist immer bindend. Deswegen sollte man damit warten, bis man sich sicher ist wie lange man EZ nehmen möchte.
      Die Ankündigung innerhalb der EZ in TZ wiederzukommen, ist es aber nicht. Daher die Beschreibung "flexibel".
      Die EZ kann man nicht einfach beliebig verkürzen oder verlängern, mit Ausnahme des dritten Jahres, nach ununterbrochenen 24 Monaten EZ bis zum zweiten Geburtstag.
      Beste Grüße

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  17. was für ein hilfreicher blog - große Gratulation. Es gibt so viel zu bedenken, alles hat seine Vor- und Nachteile, wie so oft im Leben. Der Druck auf die jungen Frauen (und manchmal auch Männer) ist enorm. Was in meinen Augen oft zu kurz kommt, sind die Geschenke, die es gibt. Ich hab mal aus dem Leben geplaudert. https://www.youtube.com/watch?v=D3GfhUzKt3o&list=UU906-Lp6X3WJAczyfasENJA

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  18. Hallo, ein super informativer und kurzer Bericht.

    Ich habe übermorgen meinen letzten Arbeitstag bevor ich in Urlaub und dann in den Mutterschutz gehe. Dann möchte ich meinem Chef sagen, dass ich zwei Jahre in EZ gehen möchte.

    Jetzt frage ich mich trotz deiner guten Erklärung, ob es überhaupt sinnvoll ist, reizuschreiben, dass ich während dieser Zeit in TZ wiederkommen möchte. Es könnte doch sein, dass ich doch die beiden Jahre zu Hause bleibe, kann mich der AG dann darauf festnageln? Oder ist es nur von seiner Seite eine Pflicht, mich nach einem Jahr während der Elternzeit auf Wunsch in TZ zu beschäftigen?

    Lieben Dank für deine Antwort und bsete Grüße!

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  19. Hallo liebe Juramama,

    erstmal ein frohes neues Jahr für Dich und Deine Familie.
    Vielen Dank für diesen sehr informativen Bericht.

    Ich erwarte in wenigen Wochen mein erstes Kind und habe mit meinem Chef, nicht aber der Personalabteilung, bereits mündlich besprochen, dass ich nach 12 Monaten Elternzeit gerne die weiteren 12 Monate in Elternteilzeit zurückkommen möchte.
    Jetzt frage ich mich, wie ich das am Besten im Elternzeitantrag an die Personalabteilung formuliere, so dass sie mich weder darauf festnageln können, dass ich nach 12 Monaten in Teilzeit wieder auf der Matte stehen muss (wer weiss, ob das mit der Kinderbetreuung so klappt, wie ich mir das vorstelle) noch, dass ich die vollen 24 Monate zuhause bleiben muss, da man eine Vollzeitvertretung für mich eingestellt hat und somit betriebliche Gründe gelten.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir hierbei eventuell weiterhelfen könntest.

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Carolin

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    1. Hallo Carolin, schreibe mir am besten eine Email, ich brauche da etwas mehr Info und da ist ja so ein Blog nicht so gut...
      Beste Grüße!

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    2. Hallo Juramama, ich stehe genau vor dem gleichen Problem. Gibt es dafür eine "Pauschallösung"? Liebe Grüße Simone

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    3. Hallo, Juramama,
      ich bin dabei, den Antrag zu verfassen und stehe vor demselben Problem. Was für eine Formulierung würdest du empfehlen?
      Danke und liebe Grüße,
      Gery
      PS. Toller Text und toller Blog!

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  20. Liebe Juramama,auch ich habe mir Gedanken über die Elternzeit gemacht und bin immer noch nicht ganz sicher. Muss nur glaube jetzt bald die Elternzeit mal anmelden. Ich bin seit November im BV und nicht wirklich glücklich mit meinem Arbeitgeber. Möchte also auch nach der EZ nicht mehr zurück. Habe nun gedacht, dass 18 Monate eine gute Zeit wären. Hätten Sie da einen Rat? LG Jaqueline

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  21. Hallo Juramama
    Ich bin froh, dass ich auf deinen Block gestoßen bin, denn auch ich bin gerade am Überlegen was ich nach der Entbindung mit meiner Ausbildung mache und finde die ElternTeilzeit da ganz Super :)
    zurzeit bin ich zwar erst in 10+1 aber man sollte sich ja über sowas schon Früh genug Gedanken machen um.

    Danke dir für deinen Langen und Informationsreichen Beitrag :)

    LG Lisa

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  22. Hey Juramama,
    muss Dir echt ein fettes Lob aussprechen! Deine Erklärungen sind wirklich spitze und einleuchtend! Und wie Du nur auf die 3 Mutti-Beipiele gekommen bist… wer hat den bitte solche Mütter in der Umgebung… ;-P
    Hab echt so schmunzeln müssen! Echt toll, Deine Seite!!!
    Mach weiter so!

    … muss jetzt zur Klangschalentherapie…

    Ciao ciao, Kati

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  23. Hallo Juramama,

    finde dein Blog ebenfalls toll.
    Endlich ein bisschen Klarheit in mein Kopf :)
    Ein Frage habe ich zu der Elternteilzeit:
    Ich denke ich werde jetzt die 24 Monate Elternteilzeit bei mein Arbeitgeber beantragen. Es scheint am vernünftigsten zu sein...
    Ab wann könnte ich wieder in Teilzeit arbeiten bzw. gibt es da eine Frist: z.B. erst nach dem ersten 12 Monate? Oder vll. nach den ersten 8 Monate?
    Und wie funktioniert das, wenn auch der Papa eine kurze Pause nehmen will? Bekommt er dann 2 oder 4 Monate? Kann er die ein bisschen verteilen oder müssen die am Stück genommen werden?

    Lieben Dank für deine Antworten

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  24. Wie ist es eigentlich wenn sich die Elternzeit überschneidet. MSN hat zum Beispiel drei Jahre eingereicht nach zweieinhalb Jahren kommt das zweite Kind. Dann überschneidet sich die Elternzeit um ein halbes Jahr. Ich dachte dass dann trotzdem nach dem dritten Geburtstag des zweiten Kindes Schluss ist aber jetzt sagte mir eine Freundin dass die Zeit drangehängt wird. Ist das wirklich so?

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  25. Die Zeit kannst du dir aufheben und entweder hinten dran hängen oder bis zum vollendetem 8 Lebensjahr nehmen.

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  26. Liebe Juramama,
    Vorneweg: Endgeiler Blog *Hausschuhe in den Flur schmeiß* :D
    Danke, dass du dir die Zeit nimmst, uns verwirrte Seelen zu erleuchten!
    Damit zu meinen (hoffentlich nicht allzu dämlichen) Fragen:
    1. Stimmt dass, was Matthias oben schreibt? Dass bei Überschneidung der EZ von zwei Kindern, die "verlorene" des Ersten hinten an die des Zweiten angehängt wird? Und wie sieht das in dem Fall mit dem Aufschieben aus?
    2.Geht das mit dem Aufschieben des dritten Jahres tatsächlich erst nach 24 genommenen Monaten EZ? Und wie sieht das im Alg-Bezug aus?
    3. Ganz allgemein, Alg-Bezug und EZ... Gibt's da was zu beachten?
    Falls du Zeit, hast freut sich über Antwort
    Nadine

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  27. Liebe Juramama, danke für diesen großartigen und erfrischenden Blog, das macht ja mal richtig Spaß über diese komplizierte Thema zu lesen. Ich hbae natürlich noch eine Frage zum Thema. Ich habe meinem Arbeitgeber zu Beginn der Elternzeit zugesagt, dass ich voraussichtlich (explizit betont voraussichtlich) nach 12 Monaten in Elternteilzeit arbeiten werde (habe 24 Monate Elternzeit beantragt). Wenn ich dann nach einiger Zeit aber feststelle, dass ich doch nicht in Teilzeit arbeiten sondern wieder ganz zu Hause sein möchte. Ist dies auch ohne die Zustimmung des Arbeitgebers möglich? Ich danke Dir für Deine Ratschläge! Herzliche Grüße, Christina

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  28. Liebe Juramama,

    vielen Dank für diesen tollen Blog. Inspiriert durch deine Ausführungen habe ich folgendes Schreiben an meinen Arbeitgeber erstellt. Sind meine Ausführungen denn richtig so und/oder hast du noch ein paar Tipps zur inhaltlichen Verbesserung?


    An
    Personalabteilung


    Betreff: Antrag auf Elternzeit und Teilzeit in Elternzeit von [Name Antragsteller]

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Antrag auf Elternzeit

    Hiermit beantrage ich Elternzeit zur Betreuung und Erziehung meines Kindes [Name] für 24 Lebensmonate, beginnend mit dem Tag der Geburt.

    Ich bestätige, dass mein Kind mit mir in einem Haushalt lebt und von mir selbst betreut und erzogen wird.

    Antrag auf Teilzeit während der Elternzeit

    Ich möchte in meiner Elternzeit ab dem [Datum] meinen Beruf in Teilzeit innerhalb des gesetzlichen Rahmens von 15-30 Wochenstunden ausüben und beantrage hiermit Ihre Zustimmung. Für genauere Absprachen bezüglich der Arbeitszeiten werde ich mich rechtzeitig vor der gesetzlichen Frist von 7 Wochen mit Ihnen in Verbindung setzen.

    Antrag auf Teilzeit währen der Elternzeit bei einem anderen Arbeitgeber

    Ich könnte mir auch vorstellen während meiner Elternzeit ab dem [Datum] bei einem anderen Arbeitgeber oder als Selbstständige eine Teilzeitstelle auszuüben und beantrage hiermit Ihre Zustimmung.

    Bitte lassen Sie mir innerhalb von 4 Wochen eine schriftliche Bestätigung zukommen.
    Natürlich stehe ich Ihnen jederzeit für eventuelle Rückfragen zur Verfügung.



    Liebe Grüße Veronika

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  29. Ich hab mal eine Frage zur Elternteilzeitanspruch bzgl. der Mitarbeiteranzahl. Wir haben im Haus eine besondere Konstellation von Firmen und ich Frage mich ob das relevant sein könnte. Unser Unternehmen hat eine Muttergesellschaft (A) und dazu 2 Tochtergesellschaften (B+C). Der Firmensitz von alle 3 Unternehmen befindet sich im selben Haus bzw. selbe Adresse, die Geschäftsführer überschneiden sich und es gibt keine räumlichen Trennungen der Kollegen untereinander. D.h. in unserer Abteilung habe ich und 3 Kollegen einen Vertrag bei "B" meine 2 Kollegen am Schreibtisch gegenüber bei "C" und unser Azubi bei "A". In den anderen Abteilungen sieht es gleich aus. Effektiv arbeitet jeder mit jedem, jeder vertritt jeden und jeder arbeitet an den gleichen Kundendaten. Ich bilde z.B. auch alles Azubis aus welche bei Unternehmen "A" ausgebildet werden.

    Wir sind gesamt in der Zentrale ca. 30-35 Mitarbeiter, dazu kommen in Außenstellen nochmal ca. 10MA dazu. Jeder hat seinen Vertrag bei einem der drei Unternehmen A,B und C. Bei A die meisten, bei B vermutlich unter 15 und bei C definitiv unter 15. Ich kann mir vorstellen, dass mein AG sich darauf berufen würde das ich keinen Anspruch habe, da bei B weniger als 15 MA arbeiten.

    Kann man sich hier evtl. auf das Gesamtunternehmen und den Standort berufen? Wie bereits beschrieben gibt es keine räumliche oder arbeitstechnische Abgrenzung der Unternehmen im Tagesgeschäft und der Abwicklung von Anfragen oder hat sich unsere Firma hier einfach extrem geschickt aufgestellt um solche Probleme vorzubeugen und wir haben hier keine Chance.

    Ich freue mich auf eine Rückmeldung

    LG
    Heiko

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